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türelür

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

türelür

Bd. 8, Sp. 1480
türelür tȳrəlȳr, tyrə- u. -lȳrə, –lȳ, tȳrlȳr (vgl. frz. turlure)  Rip, Nfrk [trəlr Köln-Stdt; tūrəlūrə Aach, Heinsb-Millen, Kemp-Brüggen]: 1. Leierformel, in Volksreimen: T., de Kaffemüll, steht de ganze Dag net stell! Rip, MGladb. T., t., märge kömmt mine Tante, brengt min en Sack voll Lewerworst för de Musikante! Emmerich. T., minne Mann es krank; t., wat fählt em dann? T., den Dokter hale (holen); t., de Kont (Gesäss) versohle! Klev. Türelurelüttche, va Oche (Aachen) küt et Küttche (Schweinchen) Aach-Warden. T., Lies'che us jen Klappergass, hat de Kengche (Kindchen) dat Hemmchen esu nass; hant de schelme Jonge gedoəh, h. dat Kengche net pesse losse goəh! Aach-Stdt. Heinsb-Millen (Schlabbergat), Kemp-Brüggen. T., L., back os Kengk en Eiche, b. em ēn, b. em zwei, öm de Posche (Ostern) könnt der Mai! Aach-Merkst. T., Pitterken, wat düsde in minnen Gard; dou plöcks mech al de Blümmkes, die sind doch te schad; Mamma sall wäll kiwen, Pappa s. w. schlohn; dann sät dat kleine P., ek häbb et niet gedohn Mörs. T., P., gehste met nom Maat, kof ech dich en Äppelken on en Prummetaat! Düss-Stdt, Jül-Tetz, Köln-Stdt. T., P., gangk dem Kerl ens no; de hät mech en et Ben geknip, dat es schwarz on blo! Dür-Gürzenich. T., Läutje, Hänske hau (hatte) ei Fläutje, Trinnke sung, H. sprung, dat em de Knaup van de Bucks afgung! Heinsb-Millen. Turen, t., Trengche, mot de kromme Knouche wor seve Johr em hemmel gewest usf. Schleid-Berk, Dür-Stdt. Und so weiter noch in vielen Kinderreimen. — 2. Subst. Sg. t. tȳrəlȳr, ty- verächtl. a. eintönige Melodie, Geleier, Gedudel, Singsang; dat es ene T., geht en enem T., T.lürche, –ke Allg. — b. immer dasselbe langweilige Gerede, l. Einerlei, auch von der Arbeit; der hält sech an enem T.; dat es widder der ale T. Allg. — c. Umschweife Aach. — d. ein Durcheinander Bergh. — e. Schlendrian, gewohnter Schlendergang; senge T. hale Eusk, Dür, Bergh, Sieg-Ägid. — f. Kurbel, Drehorgel Düss-Ld. — g. tūrəlūrə das letzte Loch im T.spöəl, einem Ballsp.; bei etwa 5 Mitspielern werden sechs Kullen (Kaulen) in einer Linie gemacht; jeder bekommt eine K.; vom Ansatzstrich aus bemüht sich jeder, einen Ball in die K. seines Gegners zu rollen; gelingt ihm dies, so springt der Besitzer dieser K. sofort hinzu u. greift den Ball, um von seiner K. aus einen seiner Mitspieler, die sich unterdessen entfernt haben, zu werfen; trifft er ihn nicht, so bekommt er en Stengke (Steinchen) en de Kull; trifft er ihn, so muss der Getroffene von seiner K. aus einen seiner Mitspieler werfen; wirft einer den Ball in das sechste Loch, in T., so rufen alle: ‘T.’, u. jeder stellt sich an seine K., und zwar mit dem Rücken; dann legt derjenige, der den Ball in T. geworfen hat, einem anderen den Ball in seine K., er ruft dessen Namen, u. alle anderen entfernen sich; der greift den Ball u. trifft entweder einen od. er bekommt en Stengke en de K. SNfrk (o. O.).
2921 Zeichen · 88 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    türelür

    Rheinisches Wb.

    türelür tȳrəlȳr, tyrə- u. -lȳrə, –lȳ, tȳrlȳr (vgl. frz. turlure)  Rip, Nfrk [ trəlr Köln-Stdt ; tūrəlūrə Aach , Hei…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tuereluer

3 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von tuereluer 2 Komponenten

tuere+luer

tuereluer setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

tuereluer‑ als Erstglied (1 von 1)

türelüren

RhWB

tuerel·ueren

türelüren  schw.: 1. a. dudeln, leiern, auf Musikinstrumenten Allg. — b. trillern Kref-Fischeln . — 2. a. faul umherspazieren Monsch-Wit…

Ableitungen von tuereluer (2 von 2)

Tǖrelǖre

WWB

Tǖrelǖre IdW.: Fäör Tüerlüer für nichts, zum Zeitvertreib ( Bek Al). ¶ RhWb 8,1480: türelür . — Vgl.→ tüdelüt .

vertürelüren

RhWB

ver-türelüren: etwas v., vernaschen, durchbringen, mit Kleinigkeiten vertun Mettm .