Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Trimmer
Trimmer
trimmen Vb. in der Seemannssprache ‘ein Schiff durch richtige Verteilung der Ladung in eine günstige Schwimmlage bringen, die Ladung im Schiff zweckmäßig verteilen’, häufig in der Wendung Kohlen trimmen ‘ein Schiff mit Kohlen beladen oder diese zu den Kesseln bringen’, ferner ‘ein Schiff seetüchtig machen, in einen ordentlichen Zustand bringen’, speziell die Segel trimmen ‘die Segel sachgemäß setzen’ (Ende 19. Jh.), übertragen sich trimmen ‘sich sauber machen, putzen, die Haare schneiden’, in der Hundepflege ‘die Haare stutzen, das Fell scheren’ (1. Hälfte 20. Jh.). Das Verb ist entlehnt aus gleichbed. engl. to trim; dessen Herkunft ist unbekannt. Eine Beziehung zu aengl. trymian, trymman ‘stärken, befestigen, bekräftigen, trösten, ermahnen, in Ordnung bringen, zurechtmachen’, zu aengl. trum ‘fest, sicher, stark, kräftig’, ist zweifelhaft. In neuerer Sprache steht trimmen vornehmlich für ‘durch intensives Training leistungsfähig machen, (durch Regulierung) in den gewünschten Zustand bringen, zurechtmachen’ (1. Hälfte 20. Jh.), reflexiv ‘sich durch sportliche Betätigung fit halten’ (2. Hälfte 20. Jh.). – Trimmer m. seemännisch ‘Schiffsarbeiter, der die Ladung im Schiffsraum verstaut, der Kohlen schaufelt, sie zu den Kesseln bringt’ (Ende 19. Jh.).