Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Trapez n.
Trapez n.
Trapez n. Viereck mit zwei parallelen, aber ungleich langen Seiten (Ende 15. Jh.), ‘Schaukel, Schwebereck’ (Mitte 19. Jh.), entlehnt aus spätlat. trapezium, griech. trapézion (τραπέζιον) ‘ungleichseitiges Viereck’, eigentlich ‘kleiner Tisch’, Deminutivum zu trápeza (τράπεζα) ‘Tisch, Tafel’, eigentlich ‘Vierfuß’, aus (schwundstufigem) griech. tra- (τρα-) ‘vier’ (s. tetra-) und griech. péza (πέζα) ‘Fuß, Spann, unterer Rand’, ablautend zu griech. pū́s (πούς), s. Fuß. Im Dt. gilt bis ins 19. Jh. die lat. flektierte Form, im 16. und 17. Jh. zuweilen mit Tischlein übersetzt. – Trapezoid n. ‘(dem Trapez ähnliches) Viereck ohne parallele Seiten’ (1. Hälfte 17. Jh.); vgl. griech. trapezoeidḗs (τραπεζοειδής) ‘von der Gestalt eines Tisches oder ungleichseitigen Vierecks’, daher anfangs auch im Dt. Trapezoides.