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Ton IV

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Eintrag · Rheinisches Wb.

Ton IV

Bd. 8, Sp. 1234
Ton IV, das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk tōn u. dōn; sonst nach der Entwicklung von –ô- tō:n, –ū:-, –ū·ə.-, –ō·u.-, –ū·a.-, –ō- [Saarbg-Wellen to·y.n; Gummb dn Sg. u. Pl.]; Pl. mit Umlaut: -ē-, –ē:-, –ī:-, –ȳ:- usf., ebenso das Demin. tēnχə(n) [Nfrk tø·n.šə, tø·n.(ə)kə, tøntjə] m.: 1. Ton in der Musik, Weise, Melodie, Laut; enen stärke, dönne T.; he hät kene T. geredd, van sech gen, kreg kenen T. erus, sät k. T. mih; he git üvverall den T. an; sich, da's ene andere T.! so ist recht Rip, Allg. nach dem Nhd.; wat sein dat fir Tin? dreiste Reden; eich weren anner T. oschlon schroff werden; dat sein a. T. nun redest du bescheidener Trier, Allg.; dat es dem singe T. dessen Gewohnheit MGladb, Rip. RA.: Der sengt en T. defer be der Ochs brellt vom schlechten Gesang May-Trimbs. Kräht der Hahn senge hüchste T., da kret e bestemmt der Ren (Regen) als Luhn Prüm-Stadtkyll. Jed Behnchen git sein Tenchen Wirkung des Bohnengenusses Mosfrk, Emmerich, auch sonst bekannt. He göf Tüən af wie ene Knickel Kref-Fischeln. He söukt (sucht) neu Tön er furzt Wippf-Stdt. Doə, hasde de Tüən! die Bescherung Aach-Stdt. Der Unbeholfene wess em kenen T. ze gen Prüm-Mürlenb. Do (tu) es en angere Dön drop! spiel (sing) mal was anderes Gummb; Wöre mer noch es wer om Dön! im richtigen Gleise; hei kann nich op den D. kummen; he es op den D. ist im Zuge Gummb. Bei veränderten günstigen od. ungünstigen Verhältnissen geht et aus em anern T.; spill aus em a. T.! Prüm-Mürlenb 1860. — Dönche ein Liedchen Gummb. — 2. übertr. a. Pl. t. α. Gepflogenheiten u. Redensarten, um Aufsehen zu erregen od. sich bemerkbar zu machen; seltsame, wunderl. Streiche, Possen; dat sin so dem seiner Ten; der micht alt (schon) gere so Ten; wat sin dat vor T.? was soll das denn heissen? Rhfrk, Allg.; die mache Tön sonderbare Sachen, — grusse T. leben über ihren Stand u. Vermögen, — han gr. T. em Kopp Rip, Allg.; de hät den Kopp voll dommer (gecker) T., mäckt doll T., hät gecke T. fēl SNfrk, Allg.; dem sein gruss T. sein em och vergangen; eich weren der dein T. aus dem Kopp dreiwen! Mosfrk, Allg.; gross T. blosen den Vornehmen spielen Saarl-Berus; nu mach geng speəle Tüən! Aach-Stdt; Döncher vertelle dumme Streiche erzählen Gummb; ene schroə T. an sech han eine hässl. Gewohnheit Monsch-Witzerath. RA.: Dat sing glatt ken Tin! damit weist man arge Reden zurück Prüm-Mürlenb. De soll wohl Tincher op de Tapiet brengen der Auffallendes veranlasst od. bespricht ebd. Wo aler den Norr (Narr), wo grosser de Ten (der Hochmut) Trier-Mehring. — β. Weitläufigkeiten, überflüssiges Getue, Umschweife, Schwierigkeiten; mach nit su vil Tin! Prüm, Allg.; engen op der T. helpe dem Gespräch eine meist ernste Wendung geben Aach. — γ. Launen; de hät seng Tön, guə (schleite) Tüən Kemp, Bergh, Dür. — b. tō:nən Sg. t. m. äusseres Wesen; wo hehjer den T., wo grosser de Höbbedek (Hypothek); dat hot ken T. schmeckt schlecht, ist nicht gehaltvoll; de Wein hot e saueren T. einen Stich ins Saure Trier-Fell Mehring. Möglicherweise handelt es sich hierbei aber um ein ganz anderes Wort.
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    Ton IV

    Rheinisches Wb.

    Ton IV, das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk tōn u. dōn; sonst nach der Entwicklung von –ô- tō:n, –ū:-, –ū·ə.-, –ō·u.-, –ū·…

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Cotta, M. (2026). „toniv". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/toniv/rhwb?formid=T02505
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Cotta, Marcel. „toniv". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/toniv/rhwb?formid=T02505. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „toniv". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/toniv/rhwb?formid=T02505.
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