Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
thiotreht st. n.
st. n. — Graff II,410. V,130.
tiet-reht, -recht (Hs. H = S. CLVIII,2): acc. sg. Nr 648,10.
das für das Volk gesetzte Recht im Gegensatz zum Rechtsbrauch, der sich durch Gewohnheit herausgebildet hat: qualitas diuiditur in iuridiciale . i. strit . umbe daz tietreht . et negociale . i. strit umbe daz quoneheite Nr 648,10; vgl. dazu auch: negotiale ist ter strit . ter umbe daz keuuoneheite geskihet . also choufliute stritent . taz ter chouf sule uuesen stâte ... er sî reht . alde unreht . uuanda iz iro geuuoneheite ist. Iuriditiale habet tannan namen . dannan ouh iuridici heizent; Also die ze Romo iuridici hiezen . die daz purgreht in dinge sageton . also heizet ter dannan uuorteno strit . iuriditialis Nb 69,5 ff. [78,1 ff.].
Vgl. DRWb. 4,813 s. v. Gewohnheit.[Götz]