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teigig

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
8 in 8 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

teigig Adj.

Bd. 2, Sp. 193
teigig Adj.: 1. 'mit teig behaftet'. Mei Hänn sin ganz däägich (dEgiχ, -iš) [LA-Venn Nd'hochstdt], daaigich (dāigiχ) [KU-Kaulb Kreimb Don Werb], deegich (dēgiχ) [Gal-Dornf]. — 2. 'unausgebacken'. Das Brot is dägisch [Zweibr. (Wilms Alph. 17)], täägich [ZW-Battw], daaigich [KU-Kaulb], däägich [SOPf (Nachlaß Heeger)]; vgl. knatschig, dalkicht 1. — 3.a. 'weich wie Teig'. Des Flääsch isch sou däägich [LA-Gommh, NW-Frankeck], deegich [Gal-Dornf]. Von einem Mastschwein sagt man: es is täägich fett [ZW-Battw, BZ-Nd'ottb], auch einfach: däägich [KL-Neukch PS-Hilst BZ-Apphf]; vgl. teigfett. Ich schlaaⁿ dich deegich [KL-Reichbstg], täägich [KU-O'staufb], däägich [KL-Erlb]. — b. 'morsch', von Birnen. Die Beer es däägich, -isch (dEgiχ, -iš) [fast allg. mittl. u. südl. WPf, vereinzelt westl. NPf nördl. u. südl. VPf, s. K. 86], däggich (dęgiχ) [Pirmas PS-Schindhd], daigich, -isch (daigiχ, -iš) [verbr. NWPf ZW-Bechhf PS-Nothw BZ-Hermbghf GH-Berg Neubg], daagisch (dāgiš) [PS-Bruchw Bundth Bobth Hirschth], däächisch, (dEχiš) [KU-Dennw/Frohnb Körbn]; vgl. teig 2, teigezig, teigicht. Syn. s. morsch. — 4.a. 'mißgestimmt'. Ich bin heit so däägisch [PS-Saalstdt]. Mirrem (mit dem) Sepp is heit nix aansefange, der is däägich [KL-Gimsb u. Umg]. — b. 'energielos'; e däägicheʳ Keʳl [KU-Bedb]. — c. 'betrunken'. Der esch däägich [BZ-Rinnth KU-Sand ZW-O'aub KL-Lind PS-Geisbg]. Syn. s. betrinken. — 5. von sumpfigen Stellen im Wald, däägich [LA-Wollmh]; vgl. gallig. — F.: Vgl. die Ausführungen bei Teig. — Zu Bed. 3b: Die Bez. teigig, die bei uns, vgl. K. 86, der WPf mit Ausnahme eines kleinen nördlichen Teiles und dem W der südl. VPf angehört, ist auch im Odenwald herrschend (Südhess. I 1457). Vermutlich handelt es sich hier wie dort um Reliktgebiete eines älteren zusammenhängenden Verbreitungsbereiches, der durch das aus dem N hereingetragene morsch gespalten wurde. Doch müßte der Stand, wie er sich in der Karte spiegelt, im wesentlichen schon in der zweiten Hälfte des 18. Jh. gegeben gewesen sein, denn bei den Galizienpfälzern, deren Vorfahren um diese Zeit hauptsächlich aus der NPf, der nördl. VPf, Rheinhessen und dem Nahegebiet von Kirn bis nördl. Kreuznach auswanderten, war fast allg. die Bez. morsch gebräuchlich. — Südhess. I 1457; Rhein. VIII 1123; Els. II 671; Lothr. 83; Bad. I 452.
2354 Zeichen · 76 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Teigigadj, adv

    Campe (1807–1813)

    Teigig , adj . u. adv . Teig enthaltend. Teigiges Brot, welches noch Streifen rohen Teiges hat, noch nicht ausgebacken i…

  2. modern
    Dialekt
    teigig

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    teigig Band 3, Spalte 3,1483f.

  3. Spezial
    teigig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    tei|gig adj. 1 (breiig) pastus (-sc, -tosa), gnech (gnec, gneca) 2 (dünn) lüje (lüji, lüjia), lüter (lütri, lütra) 3 (we…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit teigig

2 Bildungen · 0 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von teigig 2 Analysen

teig + -ig

teigig leitet sich vom Lemma teig ab mit Suffix -ig.

Alternativen: te+-ig+-ig

Zerlegung von teigig 2 Komponenten

tei+gig

teigig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

teigig als Zweitglied (2 von 2)