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Teigeli

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MeckWB
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Teigeli f.

Bd. 7, Sp. 125
Wossidia Teigeli f. Ziegelei 1. Sachliches a. die Ziegeleien waren Eigentum der Grundherren und wurden meistens von diesen an die Zieglermeister verpachtet; 1793 gab es 92 Ziegeleien in Mecklenburg-Schwerin N. Monschr. 2, 334; 1861 zählte man 156: Fest-Gabe z. Feier der 22. Versammlung dt. Land- u. Forstwirthe, Schwerin 1861, S. 26; 1931 130 Monh. 7, 140; zu einer Ziegelei gehörten immer mehrere Gebäude: Wohnhaus, Ziegelofen und Scheune (1576) C. Cordsh. Neust. 281; Ziegelofen, Brennschauer, zwei Trockenscheunen, Torfscheune, Kalkofen, zwei Sümpfe, Zieglerwohnung: N. Strel. Anz. 1840, S. 579b; die Ziegeleien arbeiteten nur in der warmen Jahreszeit: an 'n 25. März kemen de Lüd', bi 'n 10. April rüm füng' dat Striken an, bi Pingsten dat Brennen WaWaren@PenzlinPenzl; sie produzierten Muerstein und Dackstein, selten Tonröhren: Arch. Landesk. 1859, S. 391; verschiedene Steinsorten mit Größen- und Preisangaben von 1822 s. Sa. Land.-Ges. 7, 613. b. Arbeitsgang: die an geeigneter Stelle gewonnene Erde blieb möglichst ein Jahr liegen, um durchzufrieren; dann zerkleinerte und mischte man sie mit Hilfe der einem Fleischwolf ähnlichen Ierdmœhl, Pferde kneteten sie unter Zusatz von Wasser in dem Sump oder der Trad' durch; diese Rohmasse wurde von den Upschüwers auf den Strikdisch gekarrt, aus ihr formte jeder Striker etwa 3000 Kluten pro Tag; die Afdrägers trugen die Kluten auf Brettern in den Drög'schuppen; bei Platzmangel strich man auch im Freien und ließ die Kluten auf der Erde trocknen; halb getrocknet stellte man sie in Schranken, bis sie vom Setter im Ofen aufgeschichtet wurden; der Transport erfolgte zuerst mit Schiebkarren, später setzte man zumindest für den des Rohmaterials Loren auf Schienen ein GüGüstrow@NiendorfNiend; die rein manuelle Ziegelfabrikation wurde abgelöst durch modernere Verfahren, bei denen man dampfbetriebene Maschinen zum Mischen, Pressen und Abschneiden der Rohmasse einsetzte, vgl. Arch. Landesk. 1864, S. 581; Monh. 7,142. 2. der sprachl. Niederschlag ist gering; Rda., wenn jem. über etwas redet, von dem er nichts versteht: wat kennt de Buer von Teegelipachten Wa. — FN.: Teigeli, in de oll Tägeli; Teigeliblock, -graben, -koppel, -kul, -lock, -soll, -wisch. Zss.: Akkord-, Hand-, Kukuks-, Pachtteigeli. — Br. Wb. 5, 44; Dä. 485b; Da. 222b; Kü. 3, 384; Me. 5, 31.
2289 Zeichen · 51 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Teigelif.

    Mecklenburgisches Wb.

    Teigeli f. Ziegelei 1. Sachliches a. die Ziegeleien waren Eigentum der Grundherren und wurden meistens von diesen an die…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit teigeli

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von teigeli 2 Komponenten

teig+eli

teigeli setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

teigeli‑ als Erstglied (1 von 1)

Teigelierd'

MeckWB

Teigelierd' f. Erde, aus der Ziegel gebrannt werden können: 'auf diesem Kampe findet sich die schönste Ziegelerde' (Wa) N. Strel. Anz. 1830,…

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APA
Cotta, M. (2026). „teigeli". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/teigeli/meckwb?formid=T01374
MLA
Cotta, Marcel. „teigeli". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/teigeli/meckwb?formid=T01374. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „teigeli". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/teigeli/meckwb?formid=T01374.
BibTeX
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