stürten V. [allg.] 1.1. plötzlich und heftig fallen. Ik wor boll stuät wäre beinahe gefallen (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). Heu stört’te ann’en Grund (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@BlombergBl). Hei is dür de Liuken (Bodenluke) störtet (Kr. MindenMin Kr. Minden@VennebeckVe). Hei stiöttere mett’em Kopp in de Gaotte (Gosse) (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@HalingenHa). He is inn’n Ālkump (Jauchegrube) stuärt (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@EverswinkelEv). Öäwer de ǟigen’n Bǟine stöäten (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Up’t Knoi un Schïenenboin störten (Kr. HalleHal Kr. Halle@BorgholzhausenBo). Ut’m Finster stöäten (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Auch mit sik: Hai hiät siek stiäten ist gestürzt (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). — 1.2. (gewaltsam) von etwas hinunterwerfen, in etwas hineinwerfen. Hä stoät’t us alle in’t Unglück (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2. heftig, (sehr) stark regnen. Et stött (WmWb). Bat stoäte dat! wie heftig regnete es (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl). — 3. ungestüm laufen, eilen, rennen, rasen. Heu stört’t den ganzen Dag (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Wat en Stüötten inn’n Kabbus! wenn eine Arbeit überstürzt und ohne ruhige Überlegung verrichtet wird (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@HoltwickHw). — 4.1. schütten, gießen. Se stottede em dat Water van baowwendale up’n Balge (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). Melk inn’n Emmer stotten (WmWb). Erpel up de Kaore stötten korbweise auskippen (WmWb). He stött ’t Ääten inn’n Hals isst gierig (WmWb). Met Waater stotten (WmWb). — 4.2. (Flüssigkeiten) verschütten. — 5.1. durch Umkippen aus einer Form herauslösen. En Puddink stöäten (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Dat ess ’n gestüöt’t Supen (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RecklinghausenRh). — 5.2. (ein abgeerntetes Feld) im Herbst flach pflügen; „umackern“ (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@RhonardRo). — 6. „hängendes Gestein in der Grube losmachen“ (Kr. MeschedeMes Br). ⟨Vokalismus (Inf.): ›eª‹ [Kr. LippstadtLst Kr. MeschedeMes Kr. BrilonBri Olp], ›o¹‹ (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@GüterslohGü), ›oª‹ ‘ausstürzen lassen, gießen’ [WMünsterl Kos], sonst ›öª‹. — Flexion (nur wenige Belege vorhanden): Prät.: 1./3. Pers. Sing.: ›stoªde‹ [Kr. LüdinghausenLhs Kr. BeckumBek Dor], ›stoªt‹ (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@LangenbergLb), ›stöª(r)tede‹ u.ä. [verstr.];
Part.: -›steªrten‹ [Mes], ›stoªten‹ (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe), -›stoªt‹ [Kr. WarendorfWdf Kr. HalleHal Kr. BeckumBek Kr. WiedenbrückWie die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Lst] bzw. -stot [Kr. HalleHal Sos], -›stöªtet‹ [Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Stadt HagenHag Kr. IserlohnIsl Olp]. — Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@SerkenrodeSr bezeugt durchgängig starke Flexion: Prä
s. 3. Pers. Sing.: ›stiᵉtet‹. Prät.: 1./3. Pers. Sing.: ›steªtere‹ u. stāt;
Part.: ›steªten‹. — stürken (Kr. HöxterHöx Br)⟩ ¶
WWB-Source:238:RhWbRhWb 8,955: stürzen; HnVwb 3,890: stürzen, sturzen.