Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
strich
strich
- ›mit einem jeweils geeigneten Gerät gezogene, unterschiedlich lange, meist gerade Linie auf Textträgern, auf der Haut bestimmter Menschengruppen‹; striche in diesem Sinne haben Zeichenwert, u. a. zur
- ›von strich 1 her metaphorisch verstehbarer scharfer Blick‹.
- ›Verlaufsrichtung von Erzlagerstätten; Richtung der Fäden von Tuchen‹
- ›als zweidimensionale Erstreckung gedachte Landschaft, Gegend; bewirtschaftete Fläche, über die j. rechtlich verfügt‹
- ›Weg, Pfad; Streifzug‹ (von Menschen); ›Fährte‹ (von Tieren); ›Zug, Streichrichtung‹ (von Fischen); hierher auch: ›Bohle‹ (verstanden als ‚Weg‘ über Brückenpfeiler)?
- ›Streifen, sich durch Farbe, Machart o. Ä. von seiner Umgebung abhebendes längliches Gebilde an Gegenständen konkreter Art, vor allem an Kleidern, Wappen‹ (damit eng an 1 anschließbar); speziell und t
- ›Glattstrich‹ (verstanden als Messhandlung, bezogen auf einen Behälter); metonymisch: dadurch erfolgende ›Messung des Behälterinhaltes‹; dabei werden unterschiedliche Gewerbe- und Handelsprodukte, spe
- ›Hohlmaßeinheit‹ (z. B. für Getreide); ›dem Maß entsprechende Füllmenge‹; auch: ›Kasse, Geldbeutel‹; als Metonymie an 7 anschließbar und mit den angegebenen Nuancen in sich metonymisch.
- ›Schlag einer Einzelperson (mit einer Waffe)‹; ›Sieg einer militärischen Einheit‹ bzw. (konvers:) ›Niederlage in einer Schlacht‹; am ehesten hier anschließbar: ›Biss, quälender Zugriff (von Kröten o.
- ›Schmeichelei‹
- steht bei Reimzwang mit explikativem Genitivausdruck für dessen Inhalt; Beispiel: jares strich : Friederich.