Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
streichen,
streichen,
- ›sich räumlich aus etw. heraus, zu etw. / jm. hin bewegen, zu etw. / jm. hineilen, kommen, gehen, reisen, ziehen‹; meist von Personen, auch von Sachen, darunter abstrakt Gedachtem gesagt; je nach Bezu
- ›sich in der Länge erstrecken, in eine bestimmte Richtung verlaufen‹ (von Erzlagerstätten gesagt, relativ zum Beobachterstandpunkt und in Bezug auf die Mittagslinie).
- ›räumlich in bestimmter Weise verlaufen‹ (teils: bis zu einem Orientierungspunkt hin); in das Temporale ütr.: ›ablaufen‹ (vom Tag gesagt).
- ›eine Bewegung ausführen, in der sich zwei Bezugsgrößen leicht, streichend, oberflächlich berühren oder (im ütr. Sinne) als sich berührend gedacht werden‹; speziell z. B.: ›(an einer Geige) zupfen‹; ›
- ›etw. (eine Salbe, Farbe; generell: Zähflüssiges) auf eine Unterlage sachlicher, sehr vereinzelt persönlicher Art streichen, auftragen‹.
- ›etw. (Produkte unterschiedlicher Wirtschaftszweige) so bearbeiten, bemessen, qualitativ ausstatten, dass sie den Erfordernissen des gängigen Maßsystems, des Handels, der gewerblichen Weiterverarbeitu
- ›jn., (häufiger:) ein Tier streicheln, liebevoll über js. Haare bzw. über die Federn, über die Haut, den Körper oder Körperteile eines Tieres streichen‹; ›sich nachdenklich übers Gesicht streichen‹; ü
- ›nach jm. / e. S. schlagen; jn., einen Körperteil mit der Rute, der Peitsche o. Ä. schlagen, auspeitschen, geißeln, züchtigen‹ bis hin zu ›jn. totschlagen‹; teils mit Bezug auf das als gerecht legitim
- einmal im Syntagma streichende reise ›Streifzug‹ belegt; semantische Beeinflussung von streifen (V.) I, 2 her.