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strausz(en)ei

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

strausz(en)ei n.

Bd. 19, Sp. 1027
strausz(en)ei, n., ei des strauszes, zu 1strausz; seit mhd. zeit, in der form strûzei: got herre, wie maniger wunnen schîn durch zwei vil kleiniu vensterlîn dîn milte güete dem menschen gît, daz hôch, breit, lanc und wît zwei sô smaliu spiegellîn begrîfend und ir frœlich schîn den slangen tœtet. wolfe schrecket, strûzeier brüetet, ûssaz erwecket Hugo v. Trimberg d. renner 18160 Ehrism. daneben noch nicht als zusammensetzung strûzes ei Boner edelstein 92, 42 Pf. (v. l. struzen ei); grôz als ein strûzes ei Heinrich v. d. Türlin crône 966 Scholl. lexikalisch erst verhältnismäszig spät gebucht: grosz ey ut struthionis, strauszey ovum decumanum Stieler stammb. (1691) 391; strausseney Kramer hoch-nider-teutsch dict. (1719) 2, 207c; strauszey Steinbach wb. (1734) 1, 360; strauszenei Schwan nouv. dict. (1783) 2, 730b. literarisch: item 6½ m. vor 6 nobelen, das strüseye obirgolden (1408) Marienburger tresslerb. 477 Joachim; item am andern tag da schencket der rat dem kaiser ein gulden kopf, was ein weisz straussen eie mit golt beschlagen, darinnen 1000 gülden (1471 Nürnberg) städtechron. 11, 463; an dem 20. tag september do wart ich geführt zu einem ofen, dorinnen honer unndt straussen ayer unndt ander ayer aussbrüt werden (1521) bei Röhricht pilgerreisen (1880) 387; Brasauolus sagt, dasz er ab strausseneyeren, so er geässen, etwas süssen geschmackts befunden habe Heusslin Gesners vogelb. (1557) 234b; ein schön trinckgeschirr von einem strauseney Harsdörffer frauenz.-gesprächsp. 3 (1643) 205; sellerie vor einen dreyer, und ein qventgen strauszen-eyer (als arznei) Henrici ernst-, scherzh. u. sat. ged. (1727) 1, 362; häufig wird strauszenei zum gröszenvergleich herangezogen: do sprach die nachtgal: ... ich bin doch selber nit als grosz als ain straussenay, wie möcht ich denn ain sölichen stain in mir han? meister Ingold d. goldene spiel 25 Schröder; an etlichen orten seind disz jar stein gefallen als strauszeneyer S. Franck Germ. chron. (1538) 253a; an den lincken zeigfinger einen carfunckel, so grosz als ein strausenai Fischart Garg. 182 ndr.; seine ... nüsse ... kämen an grösse den strausseneyern ... gleich Lohenstein Arminius (1689) 2, 332a; hat den gröszten schatz gefunden, grosze gold- und silberklumpen, wie die strauszeneier grosz Göthe I 12, 205 W. in bildlicher verwendung; zuweilen unter anspielung auf die unter 1strausz 2, sp. 1002, genannten vorstellungen und wendungen: über der dritten (epoche) brütet der weltgeist, und wir wollen ihm wünschen, dasz er in sanfter stille ein glückliches ei ausbrüten möge. es ist aber ein gewaltiggroszes strauszen-ei; der glühende sand und die allmächtige sonne mögen es ihm ausbrüten helfen! Herder 17, 81 S.; unterdessen lasse ich mein strauszen-ey im sande liegen (kümmere mich nicht darum) Jacobi w. (1812) 4, 2, 174; die kammer ist in ihrer schwungkraft gelähmt und ein kalter sand geworden, in welchem sich keine strauszeneier bedeutender talente mehr ausbrüten Gutzkow ges. w. (1872) 7, 404.
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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    strausz(en)ein.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    strausz(en)ei , n. , ei des strauszes, zu 1 strausz; seit mhd. zeit, in der form strûzei: got herre, wie maniger wunnen …

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Cotta, M. (2026). „strauszenei". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/strauszenei/dwb?formid=S51308
MLA
Cotta, Marcel. „strauszenei". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/strauszenei/dwb?formid=S51308. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „strauszenei". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/strauszenei/dwb?formid=S51308.
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