Eintrag · Rheinisches Wb.
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stippeln II eine fast durch das ganze Geb. reichende Bildung des Wortstammes, -i-, –e- [-a- s. unter 1 b] schw.: 1. trans. a. mit einem spitzen Eisen, einer Gabel in Teigwaren vor dem Backen Stiche machen, damit der Hefedunst entweichen kann Aach, Selfk u. abseits Goar-Braunshorn, May-Kollig; mit der Nähnadel kleine Stiche machen, wiederholt mit Nadeln stechen, ungeschickt mit der Nadel umgehen, nähen Altk-Isert, Sieg-ODollend, Saarbg-Serrig, Trier, Wittl-OKail, May-Hatzenport, Daun-Lissend, Ahrw-Sinzig, Schleid, Bo, Eup, Aach, Erk-Baal Körrenz; aus Spielerei mit einem Messer ins Brot stechen Ahrw-Remag; Hosen st. Strümpfe stopfen NWSaarbg (-ø-), Bitb (-e-, –ø-, veralt.), Zell-Senh. RA.: Mach der nur necks ze st.! abschl. Antw. Bo-Ippend. — b. -i-, –e-, –ø- [-a- Wittl-Binsf Meerf OKail Spangdahlem, Bitb-Badem Dudeld] anhaltend leicht stochern, stossend tasten mit einem Stab, etwa im Ofen, Schlamme, in einem Wespennest; an etwas herumbohren; de Jongen hun de Huressele (Hornissen) gesteppelt; on (an) de Wespeln st.; an (in) de (om »am«) Owen st.; et Feier st.; e Fuchs st. aus seiner Höhle stochern; en Hohn st. ein Huhn vom Nest jagen; en Nast (Nest) st. ausheben; enner (unter) de Sten an (in) der Bach st. nach Fischen; dau häscht och all sei Lewen an der Peif (den Zänən) ze kniəweln on ze st.; on ebbes eromst. mit einem spitzen Gegenstand an etwas herumarbeiten; ebbes erausst.; met ebbes drenst.; ebbes zesomenst. zusammenscharren Saar, Trier, Wittl, Bernk-Lösnich Rapperath, Bitb, Prüm, Daun, Malm, Schleid, Monsch, Ahrw-Löhnd Sinzig, Rheinb-Meckenh, Dür-Pier, Eup, MGladb-Rheind, Neuw, Altk, Obst mit einer Stange herunterstochern, Obst stibitzen Kreuzn-Allenf, Neuw, Altk, Ahrw-Sinzig; et Fellsel (Wurstfüllsel) wiərd meət em Leffel eən de Darm gestippelt May-Kehrig; mit den Beinen leicht im Bett stossen Schleid-Dreiborn. RA.: Schnippele (stitzele) on st. sich nicht müde machen, leichte Arbeit verrichten Schleid-Hellenth. Dem (bei dem) hammer mol de Beien (Bienen) gestippelt ihn in Zorn gebracht Saarl. Dau kennst en de Hell fir et Feier ze st.! Saarbg-NLeuken. (En) Streit st. anfachen Allg. Mer hat sei Arwet, bes mer so e Bed (Bürde) Holz sommegestippelt hat Saarbr-Dudw. Gestippelt voll gepfropft voll Schleid-Hellent. — c. -e- zum ersten Male obenhin pflügen; et Feld st. Trier-Kenn (das zweite Pflügen rehren »rühren«), Malm-Bütgenb Nidrum. Wenn de klene Knet och noch net vill arbede kann, su k. er doch at st. Malm (s. o.). — d. -i-, die Spielkarten st., mischen Goar-NGondershsn Weiler. — e. -e- etwas st., verschwenden Saarl-Beaumarais, Merz-Stdt. — f. -i- mit einem Ruck schnellen, beim Klickern May-Hatzenport, Eusk-Vernich, Jül-Linnich. — g. an (hinter) einem st., seltener einen st., an einem erumst., sticheln, ihn auf eine verdeckte, beissende Art tadeln, verspotten; ihn durch fortwährendes Zureden, scharfes Zusetzen im Geheimen gegen einen aufstacheln, aufhetzen; durch anhaltendes verstecktes Ausfragen geschickter Weise einen so ausforschen, dass man einer Sache auf den Grund kommt Verbr. wie st. 1 b. — h. einen st., fortjagen Daun-Strohn. — 2. intrans. mit kurzen Schritten laufen, von kleinen Kindern Neuw-Unkel, Schleid-Waldrf, Eusk-Frauenbg, Dür, Aach, Geilk, Heinsb, Erk-Körrenz, MGladb-Helenabrunn, Mörs-Pelden, Geld-Weeze Stdt; erömst. müssig herumstehen Ahrw-Remag. — Abl.: die Stippel(er)ei, dat Gestippel(s).
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Dialektstippeln II
Rheinisches Wb.
stippeln II eine fast durch das ganze Geb. reichende Bildung des Wortstammes, -i-, –e- [ -a- s. unter 1 b] schw.: 1. tra…
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Cotta, M. (2026). „stippelnii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stippelnii/rhwb?formid=S25148
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Cotta, Marcel. „stippelnii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stippelnii/rhwb?formid=S25148. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „stippelnii". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stippelnii/rhwb?formid=S25148.
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