Eintrag · Rheinisches Wb.
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Stich II das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -iχ; Mosfrk -eχ, –ø- [Trier w. Stdt, n. Mos, Bitb, SPrüm -ax; um Prüm-Ihren, Daun -ǫ-; Prüm-Stdt -ęχ; Altk -χ, –ǫx; Pl. -eχ]; Siegld -eχ, –eə-; Rip -eχ [uSieg, LRip auch -eiχ, –ēχ; in Bergh, Dür vielfach -īχ; in Sieg, kurköln. Neuw auch --, –ǫ-, –E-, Pl. -e-]; n. Benr.-L. im OBerg -ik, Dat. Sg., Pl. -kə; NBerg -ēk [Remschd -īə-, Wermelsk -eχ], Dat. Sg., Pl. -kə; Eup -ek, Pl. -kə; SNfrk -īək, Pl. -kər; Klevld -ēk; Pl. wie Sg. (doch s. o.), Demin. fehlt Rhfrk; sonst -eχəlχə (setzte den Vokal ein, aber nie -a-, –ǫ- usf.); OBerg -ikχə; sonst -ekskə (ohne Längung des Vokals) m.: 1.a. das Stechen, Stich durch ein Messer oder ähnliches Werkzeug, St. eines Insektes (Beien-, Mücken-, Wurmst.), beim Nähen; Sonnenst. — Dem Ferke der St. geəve es abstechen; dat F. krit der St.; he hät bei der Schlägerei enen (Metz)st. metkräge Rip, Allg. RA.: Dat sin St., de nit blode (bluten) das sind nur Beleidigungen, die an mir abprallen, Schicksalsschläge, die mich nicht niederzwingen Köln-Stdt. — Der Näh-, Noldest.; Ketten-, Krütz-, Fischgrat-, Platt-, Hexen-, Saum-, Knopploch-, Reih-, Stiel-, Stepp-, Fürder-, Hengerst. (Hinter-); St. steppe; de näht wiə St.; ene korte, lange, holle (hohler) St.; met langen St. nähne; ene fule St. mache; klor St. m. Rip, Allg. RA.: E Knodd (Knoten) wie en Noss os ke St. omesos (umsonst) Prüm-Ihren, WMosfrk; ös et kei Knode bie en N., dann ös der iərschte St. ömesos Altk-Horhsn, Sieg-Holzlar. Witt (weit) St. halt fern; et Mädche hät de Rock gern! so wird ein M. geneckt, das unsauber näht Sieg-ODollend. Lang St. halt fas! Schleid-Blankenheimerd. Mer soll de St. net ze noh bejenemache; da wess jeder och, dat e hale moss; sons verliet (verlässt) ene sich ze vell op de angere Dür-Geich. Et sein St., mer kennt Koch-, Scheimleffele dran-, drenhänken, — wie Kochleffele; et sein Kochleffelest.; met K. nähje Rhfrk, Mosfrk; du machscht St., dass mer Scheppleffel dren hänke kinnt Saarbr. Dat sen sebbe St. op en Ell Eusk-Dirmerzh, Bergh-Blatzh, Eup-Stdt, — sövve St. et Dörp erus Aach, Heinsb-Süsterseel. Vit, stek wit, sewe St. op en Eələ Kref; stek witt, st. wäll, drej St. op en Ell! Emmerich. Do gappes wedder no ful St.ə, wo er gar ken sen du gibst dir bei wenig Arbeit den Anschein, als ob du stark beschäftigt wärest Sülzt. — Maschen beim Stricken; ene St. strecke; et es mer ene St. gefalle; ene St. uslosse; op-, afschlohn, — ophevve, — oprafe Rip, Nfrk, auch Kobl, May. — E St. an (in) der Seit, — an et Herz krieən Bitb, Allg.; dat Perd hät de St., — ene St. op et Og ist starblind Klevld. — RA.: Dat hält net St. ist nicht für die Dauer gearbeitet, nicht zuverlässig Prüm-Mürlenb, MüEif, Köln-Stdt. St. op St. Schlag auf Schlag Düss-Erkr. Dat es mar met enen Hauw en met ene St. gemackt ist schlechte Arbeit Klevld. — b. in den Wend.: Enem e St. gen ihn innerlichst verletzen, betrüben, sticheln, ärgern Eif, Allg., e Stiəkske sette Heinsb-Höngen. — c. op er Stiək im letzten Augenblick Heinsb-Karken; kenen St. rein gar nichts; k. St. krigste; k. St. mih (für de Oge) sehn könne Rip, Nfrk, Mosfrk, Saar; ech häbb noch ke Stecksken duhn könne SNfrk. — d. ene (fatte) St. mache beim Kartensp., wie nhd.; du bes an St. an der Reihe im Spielen Allg. — e. St. mache mit jmd über andauernd zu liefernde, im Preise wechselnde Ware einen Durchschnittspreis vereinbaren MüEif. — 2.a. Gestochenes. α. ene St. Botter soviel Butter, als man auf das Messer nimmt Rip, Nfrk; ich hätt der Färf noch ene St. mih en et Rude (Rote) gehollt MüEif; noch e Stöck Kok (Kuchen) op der St. obendrauf Kemp-Amern SAnton. — β. der beim Umgraben des Gartens entstehende kleine Graben Bergh-Hüchelhv. — γ. das Stück Fleisch unter dem Halse des Schweines, durch welches das Messer beim Erstechen gedrungen ist uWupp, Sol, Gummb-Schwarzenburgisch (Ferkensst.). — δ. das edle Eingeweide beim Schlachttier, bes. beim Schweine Saarbr-Ritterstrasse, Ottw-Hasborn, Saarl verbr., Merz-Bicken Merching, Trier-OBillig. — ε. etwa handbreite Spalte im Kalkfelsen, die mit Lehm angefüllt ist OMos in Saarbg; Spalte im Kohlenflöz Saargeb. — ζ. Kupferstich, nach dem Nhd. Allg. — {η}. de St. hollen mit dem Zirkel; der Küfer (Fassmacher) richtet durch Probieren nach u. nach den Z. so ein, dass die Z.öffnung ⅙ der eingerissenen obern Falzrille oder Dauben, also ⅙ des Fassinnernumfangs ausmacht Mos; den St. söken (suchen) mit dem Zirkel die Einteilung der Zähne am hölzernen Kammrad ausprobieren, um die Kammen an den gefundenen Stellen einzusetzen uWupp (veralt.). — b. Angestochenes α. et Fass es em St. angestochen Saarl-Berus (sonst Anst.). — β. das Obst hät ene St. Wurmstich (mehr Wurmst.); Nahrungsmittel, die schon etwas verdorben sind, z. B. von angesäuerter Milch, Suppe, von altem Fleisch udgl., ha en St., — de St. fort einen Beigeschmack, der Verderben anzeigt Siegld, Allg.; der har e St. er ist stolz, nicht recht gescheit, aufgeregt Rhfrk, Mosfrk, — en't Hohe Goar-Pfalzf, — in de Bir Kreuzn-Laubersh, — en halven St. ist halbverrückt Sieg; he krit ne St. seine Launen Sieg, Bo; hej hät ene St. ist bezecht Klev, Mörs, Kreuzn, — setten Mörs; en St. en't Grüən mit einer geringen Nüance ins Grüne Mettm. — γ. Embryo des Eies Mörs-Neuk, Kemp-Lobberich (s. Hahnenst.). — c. Ansteigendes. α. eine meist nicht lange, aber mehr oder weniger scharf ansteigende Wegstrecke, auf der der Fuhrmann Vorspann haben muss, ein kleiner Berg; en gihen (bisen, schroən) St. Rhfrk, Mosfrk, Schleid, Eusk-Zülp, Westerw, Siegld, Sieg, MülhRh. RA.: Enen em St. losse ihm seine Hilfe versagen; jet (alles) em St. l. zurücklassen, verloren geben Rip, Allg. — β. Steigung im Kohlenflöz Saargeb. — γ. der twelde St. tiefer liegender Ackerboden MGladb-Kleinenbr, Dür-Pier. — δ. kleine Schrotleiter, worauf ein gefülltes Fass im Keller weiter geschoben wird, während die grosse Schr. dazu dient, das Fass die Kellertreppe hinaufzuziehen oder auf einen Wagen hinaufzuschieben Mos. — ε. jeder kurze, etwa bis 50 cm lange, nicht zum Fachwerk gehörige Balken im Hause Rheinb-Houverath Heimerzh, Bo-Olsd; gekürzter Deckenbalken in der Brandmauer Rheinb-Houverath. — ζ. üəvərštīək das an Bauernhäusern an der hintern Seite tief herabhängende Dach Erk, Kemp, Heinsb. — {η}. -ēk Dreispitz, eine aussergewöhnliche Kopfbedeckung; wat hät den Kerl en St. op Geld, Klev, Emmerich.
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Rheinisches Wb.
Stich II das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -iχ; Mosfrk -eχ, –ø- [ Trier w. Stdt , n. Mos, Bitb , SPrüm -ax; um Prüm-Ihre…
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Cotta, M. (2026). „stichii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stichii/rhwb
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Cotta, Marcel. „stichii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stichii/rhwb. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „stichii". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stichii/rhwb.
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