Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
stereo
stereo
stereo- begegnet im Anschluß an griech. stereós (στερεός) ‘steif, hart, fest’ (verwandt mit starren, s. d.), substantiviert stereón (στερεόν) ‘die räumliche Figur, Rauminhalt’, seit etwa der Mitte des 20. Jhs. als erstes Glied in Komposita der modernen Tonwiedergabetechnik zur Bezeichnung für eine elektroakustisch raumgetreue, einen der Wirklichkeit entsprechenden räumlichen Klangeffekt erzielende Tonwiedergabe oder -übertragung, z. B. Stereoanlage, -lautsprecher, -(schall)platte, -ton. Voraus geht Stereophonie f. ‘raumgetreue Tonwiedergabe’ (1. Hälfte 20. Jh.), nach engl. stereophony, zu griech. phōnḗ (φωνή) ‘Laut, Stimme, Klang, Ton’, in der Umgangssprache verkürzt zu Stereo n. Dazu stereophon Adj. ‘räumlich klingend, die Stereophonie betreffend’ (nach Mitte 20. Jh.), älter stereophonisch (vor Mitte 20. Jh.), engl. stereophonic. Früher bezeugt sind gelehrte Zusammensetzungen des 19. Jhs. in den Bereichen Photographie, Optik und Geometrie, vgl. Stereophotographie ‘Herstellungstechnik von räumlich wirkenden Photographien’, Stereoskopie ‘Aufnahme und Wiedergabe raumgetreuer Bilder’, stereoskopisch Adj. ‘räumlich wiedergegeben’; Stereoskop n. (s. -skop).