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Stendal

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Stendal

Bd. 18, Sp. 929
Stendal, Kreisstadt im preuß. Regbez. Magdeburg, an der Uchte, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Wustermark-Hannover-Hamm, Halle-Wittenberg, S.-Ülzen u. a., ist die ehemalige Hauptstadt der Altmark, hat 5 evang. Kirchen (darunter die spätgotische Domkirche mit zwei neuen Türmen), eine kath. Kirche, Synagoge, 2 alte interessante Stadttore, schöne Anlagen an Stelle der alten Festungswerke, eine Rolandsäule und Denkmäler des hier gebornen Archäologen Winckelmann und des in dem Nachbarorte Eichstedt gebornen Afrikareisenden Nachtigal und (1905) mit der Garnison (1 Regiment Husaren Nr. 10) 23,281 Einw., davon 744 Katholiken und 82 Juden, die Wollspinnerei, Tuch-, Ofen-, Maschinen-, Papierwaren-, Eisenmöbel-, Kartoffelstärke- und Goldleistenfabrikation, Kunstgärtnerei, Bierbrauerei etc. betreiben. Auch befinden sich hier eine Zuckerfabrik, ein Dampfmörtelwerk, eine Dampfmühle, Dampfziegeleien, eine Eisenbahnhauptwerkstatt etc. Dem Verkehr dient eine elektrische Straßenbahn. S. hat ein Gymnasium, eine Erziehungsanstalt für verwahrloste Knaben, ein altmärkisches und ein Bismarck-Museum und -Archiv, ein Landgericht und ein Hauptsteueramt. Die städtischen Behörden zählen 8 Magistratsmitglieder und 30 Stadtverordnete. Zum Landgerichtsbezirk S. gehören die 15 Amtsgerichte zu Arendsee, Beetzendorf, Bismark, Gardelegen, Jerichow, Kalbe a. M., Klötze, Öbisfelde. Osterburg, Salzwedel, Sandau, Seehausen i. A., S., Tangermünde und Weserlingen. – S., 1151 von Albrecht dem Bären gegründet, erhielt magdeburgisches Recht und gewann mancherlei Privilegien, stand aber seit 1196 mit der ganzen Nordmark unter der Lehnshoheit des Erzstiftes Magdeburg. Nach der Teilung der Mark unter die Brüder Johann I. und Otto IV. war S. 1258–1309 Sitz der ältern (Stendalschen) Linie des Hauses Askanien, die 1320 mit Heinrich von Landsberg erlosch. Damals war S. eine der bedeutendsten Städte Norddeutschlands, trieb weithin Handel, trat der Hansa bei und stand im 15. Jahrh. an der Spitze eines Bundes der altmärkischen Städte. 1530 fand hier die evangelische Lehre Eingang, wurde aber von Joachim I. mit Gewalt unterdrückt, bis unter Joachim II. die Reformation in S. zur Durchführung kam. Vgl. Götze, Urkundliche Geschichte der Stadt S. (Stendal 1873).
2246 Zeichen · 41 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stendal

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Stendal , preuß.-sächs. Stadt im Reg.-Bez. Magdeburg, an der Magdeburg-Hamburger Bahn, mit 7900 E., Gymnasium, Tuch-, Le…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stendal

3 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von stendal 2 Komponenten

sten+dal

stendal setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

stendal‑ als Erstglied (3 von 3)

Stendaler

Wander

sten·daler

Stendaler De Stendalischen trinket gern Wyn, de Gardelever dat wilt Junkers syn, de Tangermündschen hebbet den Moth, de Soltwedelschen hebbe…

stendālesch

MNWB

stendal·esch

stendālesch , -delsch , adj. , aus Stendal, s.e pennin c dort geprägt, Wert (1460) = 1⁄2 Schilling; s.e bü̂ren aus dort gewebtem Leinen.

stendalisch

DRW

stendal·isch

stendalisch, adj. von Münzen: in der Münzprägestätte in Stendal geprägt, mit dem Stendaler Münzbild versehen ses stendalische schillinge 146…