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steinklippe

mnd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

steinklippe f.

Bd. 18, Sp. 2110
steinklippe, f., ältere nebenform -klipffe Gabr. Rollenhagen indian. reys. 28. vgl. unten -kluppe. 1) steil aufragender spitzer fels: copadines Diefenbach 149c; st., jehe felsen Hulsius (1618) 2, 344a; Apinus 125. eyn steynklippen (corr. in zween spitze fells) Luther 1, 58 W. (1. Sam. 14, 4); Kirchhof wendunm. 4, 276 lit. ver.; obwol gros wildnus, berg und thal, steinklippen, wasser uberall gefunden wird in Schweden reich postreutter 104a; von dar zögen wir hin an die hohen steinklipffen, so bis an die wolcken reichen Gabr. Rollenhagen indian. reys. (1603) 28; die tirolische stainklippen v. Brandis ehrenkräntzel (1678) 226; die liebe des vaterlandes, in welchem uns die rauesten steinklippen schöner als anderwerts die hesperischen gärten ... fürkommen Lohenstein Arminius 1, 105b; zehrkraut ... wächset gerne an steinklippen v. Fleming teutsche jäg. 7; halte dich rechter hand längs dem bächlein, bis dir eine hohe st. entgegen steht Musäus volksm. 2, 104 H.; inmitten stand ein schlosz auf einer rauhen steinklippe Gries Ariostos ras. Roland 1, 46; in den tiefen fürchterlichen abgrund ... in den steinklippen Tieck schr. 6, 209; der weg die hohe st. hinauf Chézy erz. u. nov. 1, 114; (wir) gingen durch lauter steinklippen Ritter erdk. 2, 119; der könig ... suchte sie in allen steinklippen und felsenhöhlen kinder- u. hausm. 130. von felsen in einem fluszbett: in dem flusse Nilo ligen schroffe, verborgene steinklippen Schwartzkopff Herodot (1593) 77; Männling exot. cur. (1717) 65; (die Donau) ist wegen der häufigen steinklippen ungemein fürchterlich allg. dtsche bibl. anh. zu bd. 37-52, 1542. bildlich im sinne von hindernis: das (ist geschehen) zu keinem andern end und fürnemen, dann damit der folgender reconciliation ... ihre widerwertige hinderung als hohe steinklippen widerstünden Graminäus relation (1580) j c 2b. 2) steiler felsen im oder am meer, riff: scopulus Corvinus fons 748; punta di scoglio di mare ein st. im meer Hulsius (1618) 2, 315b; st. a cliff Ludwig 1853. gleich als ein st. oder felsz im meer unbeweglich stehet Luther 28, 534 W.; also dasz auch der verständige, weitgereiszte Ulysses sein armes, rauhes und gleichsam wie ein schwalbennest an die steinklippen angehengtes vatterland Ithaca deren ihm angebottenen unsterblichkeit vorgezogen Zinkgref apophth. (1628) ** 3b; von den perlen ... führet Tacitus solche gedancken, als würden selbige um das rothe meer an den steinklippen gezeuget Chr. Weise pol. redn. 767; Prätorius sommervög. 95; vor dem blockhause, welches auf einem holm oder steinklippe lieget am ufer des meers J. Andersen orient. reisebeschr. (1696) 63 Olearius; Tieck schr. 13, 24. häufig etwas, was schiffen gefährlich wird oder untergang bereitet: eins theils wider die steinklippen getriben und zuschmettert, eins theils im meer untergangen und verseufft sind Menius chron. Carion. (1562) 2, 254b; es haben ... alle schiff ire anstos und gefahr von wogen, wellen, winden, feinden, steinklippen ... und dergleichen Pomarius gr. postilla (1590) 2, 79b; das schiff ... zerstiess sich an der seiten ... auff einer steinklippe theatr. amor. 2, 183; gefährliche örter und verborgene steinklippen Bucholtz Herkul. 408; Grimmelshausen Simplic. 551 ndr.; in diesem sinne auch meist bildlich gebraucht: sie (das weib) ist gleich einem verborgenen felsen und steinklippen unter den wellen Harsdörfer poet. tricht. 3, 481; v. Ryssel seelenfrieden (1685) 342; die augen sind die steinklippen, woran die keuschheit stöszet und schiffbruch leydet v. Hohberg georg. cur. 3, 122a. selten in neutraler bedeutung ohne den nebensinn des gefährlichen: so sitzet Shakespear mitten im mächtigen aufruhr ... auf einer st. ... und ergötzet sich M. Mendelssohn ges. schr. 4, 1, 255. 3) vereinzelt im sinne von abgrund, schlucht: andere (berichten, der apostel Matthias) seye zu Jerusalem in einer st. gesteiniget worden Burk [] feyertägl. predigt. (1774) 48. —
3954 Zeichen · 118 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    steinklippeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    steinklippe , F. Vw.: s. stēnklippe

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SteinklippeDie

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Die Steinklippe , Mz. — n , ein überfülltes Wort, wenn man nicht Klippe in einem weitern Sinne nehmen und Sandriffe, San…

  3. modern
    Dialekt
    Steinklippe

    Rheinisches Wb.

    Stein-klippe -ip Mörs-Rheinbg f.: -ader im Acker.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit steinklippe

3 Bildungen · 2 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von steinklippe

steinklipp + -e

steinklippe leitet sich vom Lemma steinklipp ab mit Suffix -e.

Zerlegung von steinklippe 2 Komponenten

stein+klippe

steinklippe setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

steinklippe‑ als Erstglied (2 von 2)

Steinklippers

MeckWB

steinklipp·ers

Wossidia Steinklippers m. Pl. Spottname für die Bewohner von Dassow Schö Schönberg@Grevesmühlen Grev .

steinklippe als Zweitglied (1 von 1)

Sandsteinklippe

GWB

sandstein·klippe

Sandsteinklippe von freistehenden Sandsteinen gebildete Gesteinsformation; mBez auf den Klusfelsen bei Goslar Vor Goslar nach dem Lande zu s…