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steingalle

mnd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

steingalle f.

Bd. 18, Sp. 2079
-galle, f. 1) pferdekrankheit: Maaler 386a; ein salb zu allerley gallen auszgenommen die steingallen Seutter roszarzn. (1599) 288; verzeichnisz der erbschäden, die einem rosz angeerbet werden ... zum siebenden die steingallen M. Böhme roszartzn. (1618) 6; die steingall ist in dem huf (des pferdes) inwendig v. Hohberg georg. cur. (1682) 2, 219; st., eine pferdekrankheit, welche in einem blut- oder braunrothen flecken besteht, der sich an dem fusz und an den fersen der pferde zeiget, bis aufs leben geht und mehrentheils von übermäszigen ritten und von gar zu langem stillstehen, wenn das horn sich brennt, entsteht v. Eggers neues kriegslex. 2, 989; die ... st. ist eine quetschung, welche eine entzündung verursachet, die durch ein verstocktes geblüt in dem innern theile des hufes gegen die ferse zwischen der sole und dem kleinen fusz entstehet. sie macht, dasz das pferd sehr tief hinket Jacobsson 5, 242b; steingallen, so nennt man an den pferden die blauröthlichen mäler, fast wie hühneraugen, welche sich unter der sohle im strahl und neben derselben auf der inneren wand befinden Nemnich 569; jetzt lauft er schon 2000 jahr und hat noch gsunde huf; er kriegt keinen spat, keine steingallen Raimund w. 1, 121; das arme thier hinkt an der st. und kann alle tage stürzen R. Giseke kl. u. gr. welt 1, 4; da ich vergessen hatte, ihm die hufeisen abnehmen zu lassen, so hatte es so heftige steingallen bekommen W. v. Richthofen m. biogr. 1, 48. 2) im bergbau und in der technik: steingallen. stellen harten, tauben gesteines in dem erze Nemnich 569; gute ziegel ... dürfen ... nicht mit höhlungen, steingallen und rissen behaftet ... sein Mothes 4, 511. von dieser bedeutung wohl abgeleitet 3) steingallen, sandgallen (landwirtschaft) nennet man solche plätze auf den äckern, wo sich ganze stein- oder sandflecken zwischen dem guten acker befinden Jacobsson 4, 276b. —
1895 Zeichen · 41 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    steingalleF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    steingalle , F. Vw.: s. stēngalle

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Steingalle

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Steingalle , plur. die -n, 1. Von Galle, eine Art der Pferdekrankheit, diejenige Krankheit dieser Art, welche sich i…

  3. modern
    Dialekt
    Steingalle

    Rheinisches Wb.

    Stein-galle (s. S.) Monsch , Rheinb , Dür , Geilk-Oidtw , Rees , Elbf f.: Beinkrankheit der Pferde, eiternde Geschwüre i…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit steingalle

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von steingalle

steingall + -e

steingalle leitet sich vom Lemma steingall ab mit Suffix -e.

Zerlegung von steingalle 2 Komponenten

stein+galle

steingalle setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

steingalle‑ als Erstglied (1 von 1)