Eintrag · Pfälzisches Wb.
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stecken2 st. (schw.): 'sich in etwas befinden', stecke [verbr. ges. Pf Bertram § 56], sticke [LU-Ruchh NW-Deidh Haßl Spey LA-Böbing Gleisw BZ-Annw Dierb GH-Kand Krämer Gal 206 stekken1]; Part. Perf. st. gestock [KU-Kaulb Kreimb Reichsth HB-Limb Zweibr KL-N'hemsb Sippf KL-Katzw Vogb Kaislt Henn Mda.-Int. 100 Müller Dietschw 61 Don-Torscha Krämer Gal 206], g(e)stocke [mancherorts SOPf (Heeger Nachl.) Lambert Penns 142], schw. g'stickt [LA-Böbing BZ-Annw]; Zs.: darein-, darinstecken. Der Schlissel schdickt im Schloß [Krämer Gal 206]. Wu stickscht dann? [VPf Krämer Gal 206]. Wu hoschde gschtocke? [Lambert Penns 142]. Ich will saa, sie stickt in de Scheier [RO-Münstapp]. »Wo stickt er?!«, ruf ich un greif zu / Un pack den Kerl am Gripps [Müller Hahnepeter 23]. Zum Deiwel zu - wo steckt dann das Weibsvolk widder? [Müller Lottche 13]. Mer steckt noch 's ganz Esse in de Zähⁿ [KL-Siegb]. Ich hew ebbes im Zahⁿ st. [BZ-Nd'horb]. So e Kuh hat jo net im Kummet gestock wie e Gaul [Kröher Lyoner 53]. Ich man doch, wann mr so e Schatz find, der so arig lang in me Winkel gestock war, der könnt doch nimmi neu seiⁿ? [Kühn Hamet 87]. Doch dacht eich aach: was maan do stecke, / Un gucke an der Eech enuf [Firmenich III 245]. Na Mayer! - Gelt das hoscht vehehlt, / Du schtickst emol voll Mucke [Claus 31]. RA.: in de Schulde st. bis iwwer die Ohre [KU-Kaulb Kreimb KL-Hirschhn FR-Bockh LU-Ruchh LA-Böbing Gleisw BZ-Annw GH-Kand]. Wer weeß, was do dehinner steckt! [PS-Geisbg]. Do steckt nix dehinner 'Das hat nichts zu bedeuten' [PS-Rodalb (Bernhard 153)]. Mer stickt net drin 'Man weiß nicht, wie es kommt' [KU-Kaulb PS-Rodalb (Bernhard 153)]. Der steckt dief drin [KU-Bedb]. Das hat schun in em gestock, von einer guten Veranlagung [ZW-Hengstb]. Das Kind hot ebbes in sich st. 'fühlt sich nicht wohl' [HB-Lu'thal, KU-Bedb NW-Hardbg]. Der stickt im Anzug wie die Gääß im Melkkiwwel 'Der Anzug ist zu weit' [LU-Maud]. Sie stecke noch in de Woll, von den Rebenknospen vor dem Austrieb [KB-Boland NW-Kallstdt]. Der stickt in (ihn) in kä gute Schuh 'Er macht den andern schlecht' [BZ-Kapswey]. Der schdickt in kener gude (in einer schlechte) Haut 'ist oft krank' [Krämer Gal 206, ZW-Mauschb LU-Opp LA-Gommh], in de Klimm (Klemme) 'in einer Notlage' [RO-Als]. 's steckt mer in de Knoche 'Ich bin kränklich' [LA-Wollmh, BZ-Albw]. Das steckt bei dem im Blut, soiⁿ Vadder war grad so e Kerl! [LU-Opp]. In dem seiner Haut (Hose) wollt (mecht) ich net st. [mancherorts ges. Pf]. Dene hot er in de Nas gestock 'Die wollten ihn haben' [Firmenich III 245]. Gelt, das steckt der in de Naⁿs! 'Nicht wahr, das möchtest du gerne haben!' [KU-Kaulb Schmittw/O Kaislt GH-Schwegh]. Er hot seiⁿ Geld im Land st. 'hat viel Geld für künstlichen Dünger ausgegeben' [RO-Dielkch]. Mer muß gucke, wie mer zu seim Geld kommt, das en anner Leit Sack steckt 'Man muß seinen Vorteil wahren' [WD-Niedkch]. Wenn Menschen das gleiche Ziel verfolgen, so stecken se unner aaner Deck [PfMHk. 7/8 1925 175, LU-Oggh Bergz (Kamm 78)]. Der dut kreische wie wann er am Spiß st. deet [KU-Kaulb Kreimb KL-Hirschhn]. Dem schdeggd e Forz quer 'Der hat schlechte Laune' [Hussong Kirkel 50]. Er hot sich gestock 'Er ist betrunken' [KL-Gerhbn]. BR.: Am fuffzehte April, do muß de Kuckuck rufe, er mahn stecke wu er will [RO-Odh]. KR.: Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben / Ei wo is der Hans geblieben? / Ei der steckt im Butterfaß / Himmelnoch enei'n / Was es denn das? [Donnersberg Jahrbuch 1981 167]. Beim Fäusteraten: Bille, bille Bicks. In weller Hand stickt's? [Gal-Sap]. — F.: Wohl unter Einfluß der in der Standardsprache dominierenden schw. Formen der Verben stecken1 und stecken2 kommen in der Mda., z. T. im selben Belegort, bei stecken2 st. und schw. Flexionsformen nebeneinander vor. Ind. Präs. Sg. 1. Pers. stecke [KU-Kaulb]; 2. Pers. steckscht [HB-Limb Zweibr KL-N'hemsb Sippf KL-Vogb Kaislt NW-Weidth], stickscht [KU-Kaulb Kreimb Reichsth KL-Katzw LU-Ruchh LA-Gleisw]; 3. Pers. steckt [HB-Limb Zweibr KU-Kaulb Kreimb KL-N'hemsb Sippf KL-Vogb Kaislt Lu'haf NW-Dürkh Lambr Weidth Spey (Bertram § 56)], stickt [KU-Reichsth Kaulb Kreimb RO-Münstapp KL-Katzw verbr. mittl. VPf (Bertram § 56)]. — Rhein. VIII 552/53 unter stechen 2b; Lothr. 494; Els. II 580; Kluge-Seebold22 698.
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Pfälzisches Wb.
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Cotta, M. (2026). „stecken2". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stecken2/pfwb?formid=S10206
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Cotta, Marcel. „stecken2". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stecken2/pfwb?formid=S10206. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „stecken2". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stecken2/pfwb?formid=S10206.
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