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stechen

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FWB
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Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)

stechen

stechen

  1. ›jn. mit einer Stichwaffe in einer militärischen (meist) oder persönlichen Auseinandersetzung verwunden, verletzen‹; im einzelnen: ›(einen Körperteil) durchstechen, durchbohren; jn. niederstechen, von
  2. ›(jn.) stechen (von Tieren, oft Insekten o. ä., auch vom Teufel gesagt)‹.
  3. ›jn. erstechen; (ein Tier) erlegen‹; als Synekdochen: ›(ein Tier) schlachten‹; ›(Fleisch) produzieren‹; mit ersterer Variante nicht immer von 1 trennbar.
  4. ›nach Regeln des mittelalterlichen Rittertums im Rahmen einer höfischen, im Laufe der Zeit zunehmend auch stadtbürgerlichen und sogar bäuerlichen Festveranstaltung meist im Zweikampf zur Gewinnung von
  5. ›(einem Pferd) die Sporen geben‹; als Synekdoche: ›wegreiten‹; daran logisch anschließbar einige isolierte Belege, in denen stechen die Bedeutung ›sich bewegen‹ zugeschrieben werden kann, s. u. die Üb
  6. ›etw. (ein Bild) in eine dazu geeignete Unterlage (z. B. Kupfer) eingravieren, stechen‹.
  7. ›jn. verbal angreifen, jn. reizen, provozieren; jm. übel nachreden; (z. B. die Obrigkeit) schmähen, über jn. / etw. schelten‹; vereinzelt ins Posive gewendet, dann: ›jm. liebevoll zusetzen‹.
  8. ›stechende, beißende Schmerzen verursachen; stechende, beißende Schmerzen fühlen‹; subst.: ›Schmerz, schmerzhaftes Stechen‹.
  9. ›jn. bestechen‹.
  10. ›etw. gegen etw. anderes tauschen‹.
  11. phras. (falls plausibel zuzuordnen, s. Angabe der Bedeutungsposition in eckigen Klammern): jn. / dem esel sticht das futter ›j. / ein Esel schlägt vor allzu üppiger Ernährung über die Stränge‹; jn. st
  12. a) ›in etw. drinstecken, wo stecken‹; b) ›etw. auf etw. stecken, in etw. hineinstecken‹. In den Belegen, die hier zusammengefaßt werden, hat stechen Bedeutungen von stecken übernommen, in der Regel –
  13. ›sich verstecken‹.
  14. bedeutungsverwandt zu bereuen 2.
1802 Zeichen · 56 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    stechen

    Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)

    1. ›jn. mit einer Stichwaffe in einer militärischen (meist) oder persönlichen Auseinandersetzung verwunden, verletzen‹; …

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Ableitungen von stechen, (1 von 1)

bestechen

FWB

1. ›etw. durch Einstechen untersuchen, prüfen‹.; 2. ›etw. zusammenstecken, -heften‹.; 3. ›etw. mit Mörtel, Tünche bestreichen, verputzen‹.; …

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APA
Cotta, M. (2026). „stechen,". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stechen%2C/fwb
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Cotta, Marcel. „stechen,". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stechen%2C/fwb. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „stechen,". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stechen%2C/fwb.
BibTeX
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