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stanniol

nhd. bis Lex. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

stanniol n.

Bd. 17, Sp. 841
stanniol, n. blattzinn, feinstes zinnblech. entlehnung aus (neu)lat. stanniolum, bezw. ital. stagnuolo; früher auch in anlehnung an das letztere stagnol geschrieben, s. das., sp. 539. die aussprache ist in beiden fällen dieselbe, nämlich stanjól (mit betonung der letzten silbe). das geschlecht ist im allgemeinen neutr., nur Jacobsson und Krünitz gebrauchen stanniol als masc. der stagnol scheint zuerst bezeugt bei Rädlein (1711) 834a, s. Weigand 2, 797, die heutige schreibung bei Jablonski (1721): stanniol, stannum foliatum. dünne von feinem zinn geschlagene blätter, so zu allerhand verzierungen, als wapen, fackeln, und sonst gebrauchet werden. sie sind weisz, oder auch roth, gelb, schwartz, und anderst gefärbt, und werden in schachteln, deren jede ein grosz in sich hält, verkaufft. das beste stanniol ist, wenn die blätter dicht, glatt, und wohl gerollet sind. 746b, ähnlich Woyt gazophylac. (1735) 895. s. ferner Adelung (stagnol). Krünitz 169, 653—5. Karmarsch - Heeren3 8, 445—7 ('stanniol ist zinnblech von weniger als 0,2 mm bis herab zu 0,01 mm dicke'). Lueger 7, 474. in speciellerem sinne, nach einer hauptverwendung: 'stanniol, folie, (stanniolschläger) ist eigentlich im engern verstande die folie, die von zinn unter die spiegel gelegt wird.' Jacobsson 4, 257a; 'stanniōl, zinnblättchen, die mit quecksilber verquickt, die sogenannte folie oder unterlage unter den spiegeln bilden.' Campe erg.-wb. litteraturbelege: ich habe noch niemanden gefunden, der nicht gesagt hätte: es wäre eine angenehme empfindung stanniol mit einer scheere zu schneiden. Lichtenberg aphorismen 3, s. 201 (1776); die schuhe waren aus glänzenden saffianschnipfelchen geschnitten und die silbernen schnallen aus stanniol. Keller 6, 208. — zusammensetzungen: man betreibt jetzt ... die
1806 Zeichen · 35 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stanniol

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Stanniol , S. Adelung Stagnol .

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Stanniol

    Goethe-Wörterbuch

    Stanniol [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stanniol

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Stanniol , Staniol, Zinnfolie , feingeschlagenes Zinnblättchen, dient u.a. zum Belegen der Rückseite der Spiegel.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stanniol

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

stanniol‑ als Erstglied (2 von 2)

stanniolbereitung

DWB

stanniol·bereitung

stanniolbereitung sehr im groszen, und hat fabriken mit groszen walzwerken zu dessen bearbeitung. Krünitz 169, 654 ; die dünnen stanniolblät…

Stanniolpapier

PfWB

stanniol·papier

Stanniol-papier n. : ' dünne Folie aus gewalztem Zinn oder Aluminium ', Stannjolbabieʳ (̩šdanˈjōl̩babīʳ) [Kaislt, vereinzelt]; vgl. Silberpa…