Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Stahlhelm
Stahlhelm
1Helm m. ‘schützende, oben gerundete Kopfbedeckung’, ahd. (9. Jh.), mhd. asächs. mnd. mnl. nl. aengl. engl. helm, anord. hjalmr, schwed. hjälm, got. hilms, germ. *helma- ist ein mit mo-Suffix gebildetes Substantiv zu dem unter hehlen (s. d.) behandelten Verb und mit den dort genannten außergerm. Formen auf die Wurzel ie. *k̑el- ‘bergen, verhüllen’ zurückzuführen. Helm ist danach das ‘verhüllend Schützende’. Vielfach in Personennamen: Friedhelm, Wilhelm, Helmut, Hilmar. In übertragener Bedeutung ‘oberes rundes Dach von Kirchtürmen, Kuppel’ (16. Jh.). – Stahlhelm m. (2. Hälfte 19. Jh., dann besonders seit dem ersten Weltkrieg). Sturzhelm m. ‘Helm zum Schutz des Kopfes bei einem Sturz’, zuerst für Flieger, dann für Rennfahrer, heute allgemein für Motorradfahrer (20. Jh.), zu Sturz m. (s. d.). Eine ältere, davon unabhängige Bildung (15. Jh.) ist abgeleitet vom Verb stürzen (s. d.) im Sinne von ‘überstülpen’, bezeichnet also ‘den über den Kopf zu stülpenden Helm’. Tropenhelm m. ‘helmartiger Hut aus Kork zum Schutz gegen die starke Sonnenstrahlung der Tropen’ (Anfang 20. Jh.).