Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
Stadtfriede
Stadtfriede, m.
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wir tun auch ab alle freyung, wer die in den kraissen des statfrids ze W. herbracht hat, an alain die freyung unsrer purgk und der schotten klosteͣr ..., die suͤllen besteen, als sy von alter herkoͤmen sein1361 WienRQ. 137
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dat alle statvreden van onsen borgheren, die tot haertoe te dueren plaghen zes weken lanc, voertmeer dueren zellen van dier tijt, dat zi genomen werden, totter naester clocken toe, als men den vrede van onsen borgheren ende van den dootslaghen te verlangen [pleecht]1405 UtrechtRBr. Inl. 56
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wem si iren statfrieden gebitten, der ir burger in ir stat ist, und der daz gebott übergeet oder brichet, dem gebietten sie, daz er virtzig wochen fur der stat muß sinvor 1426 Eberbach aN. 99 Faksimile
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vort sall he unß herren ... helpen myt veden ... uytgesacht unser eynen tegen den anderen ind der syne, dar men des na lude der wesselinge ind des burchfreden, statfreden ind lantfreden ind frede van dem lande van der marcke nyet up doin en mach1456 BreckerfeldUB. II 173 Faksimile
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wer den stetfrieden begert, der soll einem burgermeister eynesage, wie gar hart es sye und lyb und gutt chost, wer den breche mit worten oder mit werken15. Jh. OppenhStB. 184
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damit sie sollich jr boßhafftig ... fürnemen trutzlich uͤben moͤg, hatt sie ewer stettfriden gegen mir gewonnen, das ich gar vnbillich acht, solt sie vnderm fridlichen schein vonn ewer weißheit geschirmpt werdenHugen 1528 Bl. 43r Volltext (und Faksimile)
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es soll und mach ein yeder burger, hindersaͤß, dienstknecht oder froͤmbder macht und gwalt han, sollich statfriden, trostung oder stallung ... zů erfordren, ze nemmen und zů gebieten, und wan ouch also der stattfriden also ... gebotten, soll der gehalten werden, als wer der mit der handt geben oder genomen1539 BaselRQ. I 1 S. 340 Faksimile
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es solle ... niemands dem anderen unterstehen seine thüre ufzulaufen oder ... mit steinen zu ihme hinein zu werfen auf poen und straf des kopfabhauens ..., damit der stat ihro hergebrachter stat-friede und burgerliche freyheit gehalten werde1541 TrierWQ. 486 Faksimile
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damit aller mißverstand und zwiespalt zwischen uns allerseits auffgehebt und ein bestaͤndiger stadt-frieden gepflantzt werde1651 DinkelsbühlPriv. 496 Faksimile
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daz ersten swaz in dem statfrid aygens leit, da sol man vor dem stattrichter vmb taydingen vnd rechten vnd nindert anderswa1338 Klagenfurt/Gengler,StR. 221
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daz nyeman inner dem statfrid dhain gescheͣfft tu dhainem kloster, gotshause, muͤnichen, nunnen, phaffen oder layen, ... dabey sind dann zwen des rats ..., die bey irn trewn an aydes stat sprechen ..., daz das gescheͣfft recht und redlich geschehen sey1361 WienRQ. 135
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landsverweisung: ... ausser uns, und unserer lands-fuͤrstlichen regierung kan kein land-gericht einem ubelthaͤter das land, sondern allein das land-gericht, stadt- oder burgfrieden verweisenNÖLGO. 1656(CAustr.) I 49 § 5 Faksimile
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ausser vns vnnd vnserer landtsfuͤrstlichen regierung kan kein landtgericht einem vbelthaͤter das landt, sondern allein das landtgericht, statt- oder burgfriden verweisenNÖLGO. 1656 I 49 § 5 Faksimile