Eintrag · Rheinisches Wb.
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Spitzde, Spitze neben -ts hat Trier, die Eif, Koch, der Westerw, das Siegld, Berg die Abl. -de, u. zwar -etst Eif [WEif auch -ø-; Saarbg-Wehing -etšt]; Siegld, Altk (Sieg), OBerg (auch Sieg, MülhRh) -etsdə, –tstə; sonst -its, –e- [in Sieg auch --; Eusk -ø-; neben den Formen mit Kürze des Vokals Saarbr, Saarbg (u. --) -ēts, ebenso Rheinb [(u. -ei-), Bergh, Grevbr]; Berg ö. Ürd.-L., Ruhr -etsə [Trier-Mehring unterscheidet -ø- »Spitze schlechthin« von -a- »der höchst gelegene Teil des Dorfes«[; Pl. -ə(n), Demin. -tsχə(n), -tskə f. [auch n. Selfk, Kref-Linn]: 1. wie nhd. das Ende eines spitzen Gegenstandes, der Beginn einer Reihe; wie Fenger-, Bom-, Dachsp. (usf.). RA.: En Sp. voll holen nur wenig nehmen, d. h. nur eine Messerspitze voll. Spetzke of Köppke spelen ein Mädchensp. mit Stecknadeln Eup; Knop en Sp. sp. Emmerich. Enem de Sp. bieden (bieten) seine Herausforderung annehmen Prüm, Verbr. He es övverall an der Sp. voran, der Anführer, Gewinner Rip, Allg. Der Plog geht ze hart (hell, arg) op de Sp. pflügt nicht ordentlich SNfrk, Allg. En dräht (trägt) sang Frönn all op der Sp. vun em Besemstiel er hat keine Freunde Bitb-Mettend. Ebbes (bas) op de Sp. dreiwen wie nhd. Bitb, Allg. Et es om hihgste Sp.che es ist die höchste Zeit Neuw-Isenbg. Wenn et op de Sp. van Sak kömmt wenn es drauf ankommt Klev. — Im Bes. α. das spitze Ende des Eies, im Gegens. zum stumpfen Ende (Arsch, Futt, Hümme, Stump, Stupp, Koch, Pu), Allg.; beim Ostereierkippen gilt Sp. op Sp., Fott op F. — β. Mundstück der Tabakpfeife; do sind Knüppe dran; de Sp. würd henger (hinter) dem iərschten Knupp dürchgebitten; wer ken Täng (Zähne) meh hät, wickelt sek en Twiərnsfam öm de Sp., dat em de Pipe nich ut der Mul fällt Gummb, Allg. — γ.Hammer mit zwei Spitzen, im Steinbruch verwendet May. Hack on Sp., on dor nit för, kreg öm bej de Krag on schmitt öm för de Dör! Tanzweise Mörs-Xanten. — δ. Sense, zum Moosmähen Malm-Weywertz. — ε. Stahlschreibfeder Saarl, Merz, Zell-Brierdern, Koch-Lutzerath, Prüm-Leidenbron, Malm-Amel Mürring. — ζ. spitzer Schuhnagel Merz, Simm-Castellaun; Zweisp. eine Art Schuhnagel Rhfrk, Mosfrk. — η. Pl. Abfall vom Flachs beim Hecheln Birkf. — θ. Pl. Grannen, Spelze, im Kniereiterld.: More wulle mer Hawer dresche, dann muss dat Geilche Sp.ə fresse Hunsr, Koch-Ulmen, SONeuw. — Spetz Hafer, in der Kundenspr. Kobl-Neudörfchen. — ι. Fichtennadel Koch, Kobl, Rheinb-Stotzh, Köln-Brühl, Neuss-Dormag. — κ. Schuhflick auf der Vorderspitze des Schuhes Mörs-Xanten. — λ. Spitzke kleines, zugespitztes Brötchen Rees. — μ. spitz zulaufendes, keilförmiges Feldstück Verbr. — ν. Löwenzahn Saarbr-Stdt. — 2. mehr oder weniger übertr. a. gen Sp. rein gar nichts uWupp; en (ken) Spitzke wenig (gar nichts) (d. h. eine Messerspitze voll) MGladb, Kem, Emmerich, Duisb; -chə Gummb-Berghsn, Aach-Merkst, Geilk-Scherpenseel. — b. die »Sieben« der Trumpffarbe beim Solokartensp. (s. auch Spiss), bes. die »Kreuz-Sieben« als höchster Trumpf Saar (Ottw-Eppelborn n.), WEif, SNfrk, OBerg. — c. Spötzt kleiner Rausch WBitb. — d. en der Sp. Spitzengasse (verrufen) in Köln-Stdt. — e. Sp. als Schmuck an Kleid u. Wäsche Allg. (nie die Formen mit -də, also nhd. lautend; Sp.ə häkeln; gehäkelte Sp.ə; et Kled (udgl.) met Sp.ə besetze Rip, Allg. — f. Spetzche kleiner, fingerlanger Hecht, etwa acht auf ein Pfd.; sie werden wieder ins Wasser zurückgesetzt Sieg-Mondrf.
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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modern
DialektSpitzde
Rheinisches Wb.
Spitzde, Spitze neben -ts hat Trier , die Eif, Koch , der Westerw, das Siegld , Berg die Abl. -de, u. zwar -etst Eif [WE…
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