Eintrag · Rheinisches Wb.
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Spinde II das Wort, ndl. spinde, mndl. spende, mnd. spinde < mlat. spenda »Speiseschrank« entsprechend, ist lrhn. n. einschl. Mos (an der Saar noch in Merz-Bergen, Saarbg-Soest, im Hochw), rrhn. RRip in Sieg u. MülhRh, NBerg in Sol, Mettm, Düss, Elbf, n. einschl. Ruhr verbr., u. zwar Mosfrk -i·n.χə(n), –e-, reichend im W. noch bis SSchleid, Malm [Bitb-Rittersd daneben -int, Pl. -tər n.], Rip, NBerg, SNfrk hat durchweg -e·ŋ., Pl. -·ŋ.ə u. -·ŋ.də [-e·n. uAhr, -e·n.(χən) Sieg; Bo -i·ŋ.(k), –ø- n., vielfach auch -e·n.t, –i-, –ø- n.; Eup-Stdt -ę·i.nt, Pl. -də f.; im SNfrk. hier u. da -ę·ŋ.], Demin. -e·ŋ.(k)χə, SNfrk -(s)kə f. (n. s. Bonn; -eŋk n. Kemp-Süchteln); Klevld -ent, –ē-, Pl. -də n.: 1.a. Vorrats-, Speisekammer, Milchkammer, meist (fensterloser) Nebenraum zur Küche, in älterer Zeit auch unter den Treppenaufgängen, auch als Rumpelkammer u. zur Aufbewahrung kleiner Gerätschaften u. zur Futterherstellung für die Tiere dienend Allg. [kleiner Keller Heinsb-Höngen; Torkeller Mettm-Haan]. RA.: Et as ener Katz led (leid), wann de anner e Spennche seiht Prüm-Ringhuschd. Der Möller hott seng Frau verlore; e sot (suchte) se en der Äische, e s. se en der Täische, e s. se em Spenkche usf. Dür-Stdt. Et wor en Deerche (Tierchen) en der Spenge, nicks wor wiər te fenge (finden) MGladb-Giesenk. — Dazu ist allg., auch in den Geb., wo mdl. Formen u. Bed. nicht vorkommen, also auch im Rhfrk, Saar, OBerg, die aus der Soldatenspr. entnommene Form -int, –e-, Pl. -də(n) n. »Kasten-, Mauerschrank, Kleiderverschlag« (daraus hat bes. Bo das sächl. Geschlecht entnommen). — Speng enger Raum zwischen zwei Häusern Jül-Röding. — b. -ent n. Nebentenne MülhRuhr, Dinsl, Ess-Überruhr s. Spänn. — 2.a. kleiner Weidenkorb ohne Ohren u. Deckel für Früchte, Kartoffeln u. als Futterschwinge, mit der man den Pferden den Hafer reicht, u. zwar -e·ŋ.χə n., Pl. -χər Aach-Eschw Herzogenr Merkst, Geilk-Baesw Floverich; -ę·ŋ.kə, Pl. -kəs Geilk-Scherpenseel; -χə Erk-Rurich; -e·ŋ.kə Geilk, Heinsb-Lümb; -e·n.tjə WSelfk; -·n.tšə, Pl. -šəs Heinsb, Erk-Rath; -ent n. Geld-Winnekendonk. — b. -ent, –ē- n. Kiste, bes. Hohlmass (kleines, rundes Gefäss) für Getreide, Kartoffeln, 8—20 Pfd. = 12½ l fassend = 7¾ Kannen = Malter; 4 Sp. = 1 Scheffel; en Veerdelsp. = 2 Pfd. Klevld [illef spynt Garste, eyn spynt weyts Klevld 1497; an Salz 75 Spind Duisb 1622]. RA.: Hej es so bang dorför as en Perd för en Sp. Hawer er ist nicht b. Klevld.
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DialektSpinde II
Rheinisches Wb.
Spinde II das Wort, ndl. spinde, mndl. spende, mnd. spinde < mlat. spenda »Speiseschrank« entsprechend, ist lrhn. n. ein…
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Cotta, M. (2026). „spindeii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/spindeii/rhwb?formid=S20867
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Cotta, Marcel. „spindeii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/spindeii/rhwb?formid=S20867. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „spindeii". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/spindeii/rhwb?formid=S20867.
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