Eintrag · Rheinisches Wb.
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Speit II das Wort, ndl., mndl. spijt; mnd. spît, engl. spite, despite < afrz. despit (frz. dépit) < lat. despectus, ist als -it Klevld; -īt Geld, Mörs, SNfrk, Eup, Sol; es reicht als verschobenes -aits, -ęi-, –ei- Rhfrk von Kreuzn nach Simm-Gehlw Horn Laufersw Tiefenb, Goar-Salzig, Weiler, Zell-Raversbeuren, Bernk-Morb zum Mosfrk an die Mos nach Koch-Bruttig Eller, Zell-Aldegund Briedel Traben Trarb, Bernk-Wintrich, Wittl-Bausend Cröv Seinsf u. nach Saarbg-Castel, dann in die Eif in Daun-Strohn, Prüm-Steffeln 1880, Mürlenb 1860 (u. -eit); -ik (mouilliert) Malm-Vith; -e- Bülling; dann anschliessend -its, –e- Monsch-Mützenich Ruhrbg Simmerath Stdt Witzerath Zweifall, Schleid-Udenbreth, Eusk, Dür-Langerwehe, Jül-Gereonsw, Eup-Raeren, Aach-Brand, Stdt Vaelserquartier Walh, Grevbr-Jüchen, woran sich nördl. -īt (s. o.) anschliesst; das heutige Verbreitungsbild weist das Wort also nach im Rhfrk im östl. Teile (uNahe, Simm, Goar) zur uMos (Wittl, Zell, Koch), von da durch die MEif zum WRande (Malm, Monsch, Schleid, Eusk, Dür, Jül, Aach, von wo an n. Benr.-L., rrhn. n. Ruhr das Wort allg. gilt; speiten u. speitig gelten auch rrhn. im Berg, wo Speit fehlt, u. Speitnam ist im ganzen Geb. verbr. Sg. t. m.: 1.a. im nfrk. -īt-Geb. nur in der Wend.: Dor häbb ek Sp. van (af) das erregt meinen Verdruss, Leid, Reue, tut mit leid, ist schade; hej hat Sp., dat hej't Geld niet gekrege hät; ek häbb Sp. dorvan, dat ek et Perd verkocht (-kauft) häbb; do häbb ek ene Sp. van, dat glöffs de gej gar niet; ek könnt mech kapot ärgere Klevld, Allg. in diesem Geb.; dat dohn ech dem tom Sp. um ihn zu ärgern MGladb; he hät Sp. en de Arsch; va Sp. en Ros (Rasen) Ärger u. Wut; (ene) Sp. dohn einen ärgern, zanken Eup-Stdt; enem Sp. andohn Geilk-Honsd (-i-), Grevbr-Wickr; diese Formel auch anschliessend im -ts-Geb. engem Spitz adoəh Aach-Merkst Stdt, Monsch-Witzerath (hier auch ömmes Sp. on Schuz adohn); Sp. duəhn einen necken, an ihm bohren; ävvel Sp. d. en zärgen, dat log emol en em; enge jet zom Sp. duəhn zum Ärger; on dann haste märr Sp. en Onrauh; besongdersch dehn he sech gann (gern) Sp. met de jong Mädchere er neckte sie; dat es enge Sp. onger de Lü Zank, Streit Eup-Raeren, Aach-Walh; he ment (meint), ze barschde va Sp. Ärger Monsch. RA.: De Liffste (den Liebsten) quitt, o wat hä'k (habe ich) Sp.; ek häbb äwer alt en andere op Sitt! Trostspr. des verlassenen Mädchens Emmerich. Flierepitt, Fl., Moder, ek sin minne Liefste quitt; noch gen Sp. (Ärger), noch g. Sp., Sonndag allwer nen andern op Sit (Seite) Text zum Rheinländer Klevld. — b. im Geb. von Speiz (usf.) nur in der Wend.: Zum (aus) Sp. ebbes duhn zum Ärger, Schabernack, Spott, Trotz; dat horr er mer zom Sp. gedohn (gemacht) Simm (s. o.), Allg. [de Jung deht mer e greilige Sp. on bringt mir Ärger, Schande, Unehre; nau hosde de Sp. dervon, — e schine Sp.; wen de Schoden hot, brauch fir de Sp. net ze sorgen; diese Anwendung in Prüm-Mürlenb 1860. die sich der Bed. 1 a völlig nähert; dazu hat M. auch neben -eits noch -eit]. — 2. übertr. a. ge Spēt rein gar nicht Eup-Raeren. — b. -eitsχən n. verächtl. kleiner Raum, Dachzimmerchen Prüm-Stdt.
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DialektSpeit II
Rheinisches Wb.
Speit II das Wort, ndl., mndl. spijt; mnd. spît, engl. spite, despite < afrz. despit (frz. dépit) < lat. despectus, ist …
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Cotta, M. (2026). „speitii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/speitii/rhwb?formid=S20288
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Cotta, Marcel. „speitii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/speitii/rhwb?formid=S20288. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „speitii". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/speitii/rhwb?formid=S20288.
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