Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Slalom m.
Slalom m.
Slalom m. ‘Durchfahren einer mit Stangen gekennzeichneten Bahn’ (beim Ski-, dann auch Kanu- oder Motorsport), Übernahme (Anfang 20. Jh.) des gleichbed. Kompositums norw. slalåm. Das Bestimmungswort bildet norw. slad ‘schwach geneigt’, verwandt mit (ablautend) anord. slōð ‘Spur, Weg’, norw. slod ‘Schleppweg, Spur, Reihe’, schwed. (mundartlich) slō ‘Winterweg im Wald oder auf dem Wasser’, aengl. slæd ‘sich sanft senkendes Tal’, engl. slade ‘(enges) Tal, Waldschneise’ und möglicherweise mit lit. slė͂dnas ‘nicht steil, flach, leicht abfallend’. Zum Grundwort vgl. norw. (mundartlich) lō̌m, laam, auch laan ‘Spur von etw., das gezogen oder geschleppt wird’, von dem Verwandtschaft mit (als no-Partizip zu deutendem?) norw. laan, anord. lǫn ‘Scheune, Haufen, Häuserreihe, Straße’, mnl. lāne, nl. laan ‘Seitenweg, mit Bäumen bepflanzter Weg’, aengl. lane ‘schmaler Weg’, engl. lane ‘Heckenweg, Gasse’ angenommen wird, dessen weitere Rückführung mit griech. eláān (ἐλάαν) ‘treiben, stoßen, schmieden, fahren, reiten, ziehen’, air. luid ‘ging’ auf die Wurzel ie. *el(ə)- ‘treiben, in Bewegung setzen, sich bewegen, gehen’ jedoch nicht gesichert ist. Als Ausgangsbedeutung für Slalom ergibt sich ‘Skispur mit ebenmäßiger Absenkung’.