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Skrofeln

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Herder
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Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Skrofeln

Bd. 5, Sp. 230
Skrofeln, Skrofel-, auch Drüsenkrankheit, latein. morbus scrofulosus, nennt man ein hauptsächlich dem Kindesalter eigenthümliches chronisches Erkranken des Lymphgefäßsystems. Man kann die skrofulöse Anlage, die ausgebildete Krankheit und die Folgekrankheiten unterscheiden. Die Anlage spricht sich deutlich im Habitus des Kindes aus, u. zwar nach der größern od. geringern Erregbarkeit desselben in 2 Formen, entweder als florid-skrofulöse Anlage mit zartem, schlankem Körperbau, beweglichem Geist, rothen Wangen und Lippen, oder als torpid-skrofulöse Anlage, mit aufgedunsenem Körper, dicken Lippen, bleicher Gesichtsfarbe, trägem, phlegmatischem Wesen. Die ausgebildete Krankheit äußert sich durch Anschwellungen der Lymphdrüsen am Halse, Nacken, in der Achselhöhle od. der Leistengegend, aber auch im Innern, namentlich in Brust und Bauch (innere S.). Die Folgekrankheiten sind theils Tuberkelbildung, theils Knochenkrankheiten, namentlich Erweichung und Vereiterung derselben, theils Ausschwitzungen, besonders im Gehirn. Die S. entwickeln sich in den ersten Lebensjahren, vom 1.—6. Jahre, später verlieren sie sich entweder mit der fortschreitenden Körperentwicklung od. gehen in die genannten Folgeleiden über. Ursachen sind theils von den Eltern ererbte Anlage, theils alles, was den Ernährungsproceß hemmt od. stört, namentlich feuchte u. finstere Wohnungen, Mangel frischer Luft, Unreinlichkeit, Vollstopfen der Kinder mit grober Nahrung. Die Behandlung hat daher vor Allem auf Verbesserung dieser Verhältnisse zu sehen, denn ohne gesunde Nahrung, Reinlichkeit, häufigen Aufenthalt in freier Luft u. kräftige Nahrung ist nichts zu machen. Als eigentliche antiskrofulöse Heilmittel gelten besonders See-, Soolenbäder, innerlich alkalischerdige Mittel, namentlich Kalkpräparate, Jod, Eisen, Leberthran etc.
1817 Zeichen · 21 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Skrofeln

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

    Skrofel f., meist Skrofeln Plur. ‘geschwollene Halsdrüsen’, entlehnt (Scrofeln, 16. Jh.) aus spätlat. scrōfulae Plur. ‘H…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Skrofeln

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Skrofeln , Skrofel- , auch Drüsenkrankheit , latein. morbus scrofulosus , nennt man ein hauptsächlich dem Kindesalter ei…

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Komposita & Ableitungen mit skrofeln

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