Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Skizze f.
Skizze f.
Skizze f. ‘Entwurf’ ist im 17. Jh. als Fachwort der bildenden Kunst aus ital. schizzo ‘das Spritzen, Spritzer, erster Entwurf, Versuch’ (zu ital. schizzare ‘spritzen, herausspritzen’, dann ‘in großen Strichen, Zügen entwerfen, skizzieren’), anfangs noch mit fremder Schreibung und Flexion (Scizzo, Schizzi), zum Teil auch maskulinem Genus, entlehnt. Den ital. Formen wird teils onomatopoetischer Ursprung zugeschrieben, teils werden sie zurückgeführt auf lat. schedium ‘ein aus dem Stegreif verfertigtes Gedicht’, Substantivierung der neutralen Form des Adjektivs lat. schedius, griech. schédios (σχέδιος) ‘in der Eile, leichthin, aus dem Stegreif gemacht, unvorbereitet, improvisiert’, eigentlich ‘in der Nähe befindlich, naheliegend, auf die nächste Gegenwart bezüglich’, zu griech. schedón (σχεδόν) ‘nahe’ (von Ort und Zeit), ‘beinahe’. Dem ital. schizzo entlehnt ist auch gleichbed. nl. schets (s. Sketch). – skizzieren Vb. ‘einen Entwurf machen’ (18. Jh.).