Hauptquelle · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)
Simandl
Simandl ( Simannl, Simon , vom hebr. Simeon, d. h. der Erhörende und Gehorchende), alte, bei den Humoristikern, z. B. Hans Sachs und Abraham a Santa Clara, oft vorkommende Bezeichnung der Männer, die das Hausregiment an die Frau abgetreten haben, so daß sie eigentlich den Mann (daher auch Siemann ) und er das Weib ( Erwei in Bayern) darstellt. Man sagt den Simandln nach, daß sie einen großen Geheimbund, die Simandlbrüderschaft , bildeten, den heiligen Simon als ihren Patron verehrten und am Tage der Heiligen Simon und Judä (28. Okt.), die in Bayern auch Sankt Siman und Sankt Erwei genannt werd…