Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
sidilen
etwas später, bair.). 396,44 (Hs. aus der 2.
Hälfte des 11. Jh.s, Zeit der Gl.einträge unbe-
kannt). 404,72 (Hs. des 11. Jh.s, Zeit der Gl.ein-
träge unbekannt); 5,104,29 (Hs. aus der 2.
Hälfte des 11. Jh.s, Zeit der Gl.einträge unbe-
kannt): ‚(sich) niederlassen, ausbreiten; fun-
dere, infundere‘ (mhd. sidelen sw.v. ‚errichten,
ansiedeln‘, nhd. siedeln sw.v. ‚ansiedeln [obs.],
sich ansiedeln, eine Wohnstatt errichten‘). De-
nom. Verb von sidil (s. d.). – gisidilenAWB in Gl.
2,418,22. 439,35 (beide aus derselben Hs. des
10. Jh.s, Zeit der Gl.einträge unbekannt, obd.),
bei O: ‚ansiedeln, bergen; condere, conflare,
difflare, fluere‘. – Splett, Ahd. Wb. 1, 795;
eKöbler, Ahd. Wb. s. vv. gisidalen, sidalen;
Schützeichel⁷ 279; Starck-Wells 520; Schütz-
eichel, Glossenwortschatz 8, 188.