Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
seeleigen adj.
seeleigen , adj. , nach und zu leibeigen gebildet: seeleigen, ipsâ animâ obnoxius. Stieler 25 ; als er ( Livius Finck v. Grätz ) berichtet wardt, dasz man eine person wolte zwingen, jhres herren religion zuwerden, weil sie desz herren underthan were, sagte er: dann musz jhr herr zuvohr Christi religion werden, dann er ist Christi underthan, ja sagt der ander: sie ist aber desz herren leibäigen, wolan, antwortet er: so seye sie sein leibäigen, so ist sie doch nicht seyn seeläigen. Zincgref apophth. 2, 102 ; seel- und leibeigen gehöret ihm ( der röm. hierarchie ) der stand der priester. Herder 4…