Eintrag · Rheinisches Wb.
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Schobben III das Wort, mit dem Schaub, nhd. Schober zu vergleichen sind, ist Rip n. einschl. Prüm-Wallersh Hallschlag, NDaun, Ahrw, Aden-Marthel, rrhn. n. kurköln. Neuw (wobei aus Schleid, Malm, Monsch die Belege fehlen), Berg bis Ess, SNfrk bis einschl. Heinsb, NErk, Kemp, Kref, u. zwar šǫbə(n) Sg. u. Pl.; doch šǫp, Pl. -bə Bergh, Dür, Jül, Aach, SNfrk [šā:p, Pl. šabə Erk-Elmpt Klinkum, Kemp-Breyell Brüggen Grefr Lobberich SAnton Vorst; -a-, Pl. -ǫbə Kemp-Stdt; -p Kemp-Born; šǫbər, Pl. -rə Aden-Marthel, Bergh-Blatzh, Dür-Wissersh, Aach-Scherbg], Demin. špχə, –kə [urkdl. Zu ahrne (Ernte) soll niemand tuschen Schobben und garven gaen ahren Köln-Brühl 1674] m.: der mit der Sicht gehauene Armvoll Getreide, so viele Getreidehalme, als beim Hauen bequem zusammengehalten werden, also etwa eine halbe Garbe; vor dem Zusammenfassen u. Binden zu einer ganzen Garbe lässt man die Schobben möglichst etwas antrocknen, bes. wenn viel Unkraut drin ist oder wenn hineingesäter Klee mitgewachsen ist, u. so nennt man diese noch lagernden Getreidebündel, so lange sie noch ungebunden sind, aber auch gebunden, ehe sie aufgestellt werden, Sch.; die zu Husten aufgestellten Sch. sind die Gärven, die aus zwei Sch. bestehen; ene Sch. Korn, Wess (Weizen), Haver, Gersch [in Prüm-Hallschlag nur en Schöbbche Heidelech (Buchweizen); in Bo, Sieg vielfach, OBerg meist nur en Sch. Gersch, Haver, sonst Gärf; in Heinsb Kore te twelf Gärve, Wet te tiəhn — tw. Schobbe, Gersch on Haver te t. — tw. Sch. aufgestellt]; 8—12 Schobbe zusammengestellt bilden ene Gas (Gos »Gast«) SNfrk; der untere Teil des Sch. heisst Stomp, Fott, Arsch; der Ährenteil Ohrband, Schnorren (s. d. W.); wievell Schobben häste gehauen, — hät et gegevve om Morgen? Sieg, Allg.; de Sch.ə benge (binden); de Froch op Sch.ə stelle; de Sch.ə op de Kar lade, — opsteiche, — af-, herafschmisse (-werpe), — opbenge, — mache, — schnegge (— schneiden), — losmache, — knöppe Rip, Allg.; beim Einfahren der letzten Erntekarre muss der Bur der Sch. dränke muss er den Knechten viel Bier (Schnaps) zum besten geben; dabei bringt ihm der Enk (jüngster Knecht) den letzten Sch., wobei dieser mit Wasser begossen wird, worauf der Bauer möt de Fläsch kömmp SNfrk. RA.: Heu on Hopp (Hopfen) bezahlt alle siəve Johrsch öhre Sch. Jül-Linnich. — Ene Sch. Gras Geilstelle auf der Weide Schleid-Dottel.
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DialektSchobben III
Rheinisches Wb.
Schobben III das Wort, mit dem Schaub, nhd. Schober zu vergleichen sind, ist Rip n. einschl. Prüm-Wallersh Hallschlag , …
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Cotta, M. (2026). „schobbeniii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schobbeniii/rhwb?formid=S12039
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Cotta, Marcel. „schobbeniii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schobbeniii/rhwb?formid=S12039. Abgerufen 20. May 2026.
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Cotta, Marcel. „schobbeniii". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schobbeniii/rhwb?formid=S12039.
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