lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Schnurrpfeife

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
4
Verweise raus
3

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Schnurrpfeife

Schnurrpfeife

schnurren Vb. ‘ein brummendes, surrendes Geräusch erzeugen’, mhd. snurren ‘rauschen, sausen, brummen (besonders von Insekten und Katzen)’, mnd. snurren, snorren ‘surren, schwirren, brummen’, nl. snorren stehen ablautend neben schnarren (s. d.) und gehören wie schnarchen (s. d.) zu der unter nörgeln (s. d.) aufgeführten lautnachahmenden Wurzel ie. *(s)ner-, *(s)nur- ‘murren, knurren’. – Schnurre f. ‘Knarre, Brummkreisel’ (16. Jh.), mhd. snurre ‘brummender Ton, summende Bewegung’, übertragen ‘Scherz, Schwank, lustige Erzählung’; vgl. ahd. snurring (Hs. 12. Jh.), mhd. snürrinc, snurrære ‘Possenreißer, Tor, Narr’, der das Publikum sowohl mit lärmerzeugenden Instrumenten als auch in schneller Rede mit Späßen und lustigen Erzählungen unterhält. schnurrig Adj. ‘brummend’, übertragen ‘mürrisch, unfreundlich’ (16. Jh.), ‘lustig wie eine Schnurre, possierlich, drollig’ (18. Jh.). Schnurrbart m. Schnauzbart’ (18. Jh.), nach nd. Snurrbart, zu nd. Snurr ‘Schnauze, Maul, Mund’; vgl. Schnauzbart, zu Schnauze (s. d.). Schnurrpfeife f. einfaches Instrument der Bettelmusikanten, auch Kinderspielzeug (18. Jh.), nd. Snurrpīpe, bildlich ‘Tand, Kinderreien’. Schnurrpfeiferei f. ‘Kurzweil, nutzlose Kleinigkeit, närrischer Einfall’ (18. Jh.).
1239 Zeichen · 47 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schnurrpfeife

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Schnurrpfeife , plur. die -n, ist nach dem Frisch eigentlich ein schnarrendes oder schnurrendes messingenes Blech, w…

  2. modern
    Dialekt
    Schnurrpfeife

    Rheinisches Wb.

    Schnurr-pfeife -pīpə Gummb-Schwarzenbergisch f.: spasshafte Erzählung, Witz.

Verweisungsnetz

9 Knoten, 5 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 1 Kompositum 4 Sackgasse 4

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnurrpfeife

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von schnurrpfeife 2 Komponenten

schnurr+pfeife

schnurrpfeife setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schnurrpfeife‑ als Erstglied (1 von 1)

schnurrpfeiferei

DWB

schnurr·pfeiferei

schnurrpfeiferei , f. , besonders im plur. das womit sich ein schnurrpfeifer abgibt; schnurrpfeifereyen, närrische, komische dinge Kindleben…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schnurrpfeife". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schnurrpfeife/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „schnurrpfeife". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schnurrpfeife/pfeifer_etym. Abgerufen 16. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schnurrpfeife". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schnurrpfeife/pfeifer_etym.
BibTeX
@misc{lautwandel_schnurrpfeife_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„schnurrpfeife"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/schnurrpfeife/pfeifer_etym},
  urldate      = {2026-05-16},
}