Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schmöker m.
Schmöker m.
Schmöker m. ‘altes Buch, anspruchslose Unterhaltungslektüre’. (18. Jh.), Schmäucher m. (19. Jh.) ‘dickes altes Buch’ ist zunächst ein Ausdruck der Studentensprache, gebildet zu nd. smōken, smöken, schmöken, nhd. schmauchen ‘rauchen’ (s. d.), vgl. nd. Smöker ‘Raucher’. Die Bedeutung entwickelt sich wahrscheinlich im Zusammenhang mit der studentischen Gewohnheit, im Übermut Seiten als Fidibusse zum Anzünden der Pfeifen aus alten Büchern herauszureißen; vgl. schwed. lunta ‘Lunte’, dann auch ‘dicker Schmöker’. – schmökern Vb. ‘viel und mit Genuß lesen, geruhsam in Büchern herumlesen’, anfangs ‘alte, schlechte oder unwissenschaftliche Bücher lesen’ (19. Jh.).