Eintrag · Rheinisches Wb.
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Schlopp III das Wort, mnd. slope, mhd. slupf »Schlinge«, ist allg. bis einschl. Geld, Mörs, Dinsl; Bed. 1 geht durch das ganze Geb., die andern Bed. in geschlossenen Teilgeb.; Rhfrk -ǫ-, –o-, seltener -u-, Pl. -ę-, –e-, –i-; sonst -ǫ-, Pl. im Entrundungsgeb. -ę-, sonst -- [NSaarbg, Hochw, Trier bis Bernk (Mos), Koch-Brachtend Bertrich Lutzerath, Daun-Tetschd, Wittl-, Bitb, SPrüm --, Pl. -E:-; sw. einschl. Merz-Büding Becking, Saarbg-Nohn Orscholz Kessl Sinz Kreuzw Palzem, um Wittl-Sehlem, in grösserem Geb. von May, Aden-Drees Weibern, SNeuw -a-, Pl. -ę-; Trier-Issel, Wittl-GrLittgen, Bernk-Wehlen Zelting -ā-, Pl. -E:-; Siegld, Gummb-Schwarzenbergisch -o- u. -u-, Pl. -ebə, –øpə, –ypə; sonst Berg, Ruhr, Dinsl -u-, Pl.; Demin. -ębχə(n), –e-, –i-, –E:-, –-, –ø-, –y-; -pkə m.: 1. Schleife, mit herabhängenden Enden, u. zwar als Schmuckstück Bandschleife im Haar, an Hauben, Hüten, Kleidern, um den Hals oder vorne am Halsausschnitt der Frauen; Verschlingung der Bänder, mit denen die Hauben unter dem Kinn, die Schürzen auf dem Rücken haltbar gemacht werden; die beim Binden von Schuhriemen oder beim Schnüren u. Binden mit Kordel oder Schnur gebildete Schleife; Hor-, Hauwen-, Hut-, Scherzenschl. Mosfrk, Allg.; en dobbele u. en äletzige Schl. Bernk; ene Schl. benge (binden), — mache, — widder opmache, — en de Hor dohn, — am Hot han; den Schohnsbängel, en Bangk (Band) en en Schl. benge Rip, Allg.; früher erhielten die Kinder auf dem Ld. an ihrem Geburtstag ən rōărə Schl. um den linken Oberarm gebunden Siegld-OSetzen. RA.: Die het hengen (hinten) on füaren en Schl. ist aufgeputzt Barm. Et soss e Äffche om Träppche für de Grossmotter senger Dür (Türe), hatt e Schlppche om Köppche on e Lüs-che (Laus) dofür Neuw-Strauschd. Enen beim (mem) Schl. krige, packe, han beim Wickel Bo, Neuss, Düss. — Schwarzes Samt- oder Seidenband, zur Schleife unter den anschliessenden Hemdkragen gebunden, als Krawatte früher allg.; heute heisst der neuzeitl. Schlips Schlopp, gern Schläppchen im Rhfrk, Mosfrk an der Saar, Trier bis Koch, Wittl, Bitb, Prüm, Malm, SSchleid; Kraə un Schl. Wend, Allg. — 2. in besonderen Geb. mit besonderer Bed. a. Schlinge. α. Fangschlinge, zum Wildern, Vogelfang; e Hase-, Vuəls-, Spatze-schl.; Schläpp stellen, leən (legen) (— richten Trier-Mehring); ech hon e Vuəl en em Schl. gefangen Saar, Mos, Hunsr, Wittl, Bitb, Prüm, Daun, Malm; abseits Birkf, Ahrw-Remag, Aach-Stdt (sonst Stropp). RA.: das Kind: Gehe ich mit? B.: We mer en Hond hangen, da drähste (trägst du) et Schläppche! Koch-Bremm. Dohn der ne Schl. öm den Hals! häng dich auf, zu dem, der ein verfehltes Leben führt Malm, Allg. Äne em Schl. han gefangen, erwischt haben, ihn ganz beeinflussen Bernk-Crummenau, Simm, Saarbr. Et hot en am (im) Schl. er sitzt fest, es hält ihn fest Trier-Mehring. Äne en de Schl. krieə in die Gewalt bekommen Birkf. — β. Aufhängeschlinge an Kleidungsstücken Trier-Casel, Bitb-NWeis, Prüm-Reuth, Daun-NEhe Tettschd, Kobl-Bassenh Kapellen, Goar-Birkh, Simm-Neuerk, vielfach Koch, May, Aden, Ahrw, Schleid, Monsch, Eusk-Köttig, Bo-Bornh Ippend, Dür-Gürzenich, Jül-Mersch, rrhn. Neuw, Altk, Waldbr-Alzen Wildbg, Sieg-Königswinter, Sol-Bürrig, Mettm-Diepensiepen, Dinsl-Sterkr; sonst Stropp, Schlaufe; an das zu bleichende Tuch näht man an den vier Ecken Schläpp, durch die ein Pflock in den Erdboden gesteckt wird, damit das Tuch fest halte Birkf-Idar; Hanfschlinge, zum aufhängen der Wurst May, Aden; Lederschlinge, an der der Peitschenriemen hängt Goar, Zell bis Kobl, May, Aden, Neuw, Düss, Dinsl. — b. Strick-, Häkelmasche (Pl. WBitb -ep gegenüber sonst -E:p); Schläpp mache, — onfänke (anfangen); rit on äwens Schl. mache rechts u. links stricken (WEif); Schl. schlohn (May-OMendig); Schl. ufschlahn, — ufhewe, — ofhole, — falle (fahre) losse; Schl. ofraffe (fange, fasse) Rhfrk, lrhn., Mosfrk bis einschl. Malm, Daun, Aden; rrhn. Neuw, Nähe des Rheins; sonst Stich, Stropp; dat Kand as esu efällig, et kan noch ke Schl. strecken Bitb. — c. Öse. α. Schläpchen am Frauenkleide, in die ein Krampen sich einfügt Bitb-Cruchten, Daun-Übersd, Altk-Stdt. — β. in der die Leitern des Wagens eingehängt werden Simm, Zell (Hunsr). — γ. Ring, Glied einer Kette Bitb-Wiersd. — δ. in der Wend.: Er eas hennig (hinter) Schl. on Riegel sitzt im Gefängnis May-Kollig. — d. Örtlichkeiten. α. aufwärts gehende Reihe der Weinstöcke (quer Zeil) Koch-Bremm. — β. Lichtung Ahrw-OZissen. — γ. Schläppchen der enge Raum zwischen zwei Gebäuden Daun-Stdt.
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DialektSchlopp III
Rheinisches Wb.
Schlopp III das Wort, mnd. slope, mhd. slupf »Schlinge«, ist allg. bis einschl. Geld , Mörs , Dinsl ; Bed. 1 geht durch …
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Cotta, M. (2026). „schloppiii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schloppiii/rhwb?formid=S07822
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Cotta, Marcel. „schloppiii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schloppiii/rhwb?formid=S07822. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „schloppiii". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schloppiii/rhwb?formid=S07822.
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