Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schinn m.
Schinn m.
Schinn m., Schinne f. ‘(Kopf)schuppe’ (17. Jh.), heute meist im Plur. Schinnen. Ein ursprünglich nd. Wort, vgl. mnd. schinne f. Zur Herkunft und Verwandschaft s. schinden.Aggregat · alle Wörterbücher
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Pfeifer_etym ▾Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schinn m.
Schinn m., Schinne f. ‘(Kopf)schuppe’ (17. Jh.), heute meist im Plur. Schinnen. Ein ursprünglich nd. Wort, vgl. mnd. schinne f. Zur Herkunft und Verwandschaft s. schinden.Lautwandel-Kette
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Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege
schinn , m. , auch mit schwankendem geschlecht, nd. und von hier aus vereinzelt in der schriftsprache ( engl. skin, dän.…
Lothringisches Wb. · +1 Parallelbeleg
Schinn [šin D. Si. ] f. 1. Beinschiene. — 2. Eisenbahnschiene. — 3. dünnes, schmales Holz, wie es der Korbmacher durch S…
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Wortbildung
90 Bildungen · 88 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen
Zerlegung von schinn 2 Komponenten
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Idiotikon
Schinnagel Band 4, Spalte 689 Schinnagel 4,689
Idiotikon
schinnegleⁿ Band 4, Spalte 689 schinnegleⁿ 4,689
LothWB
Schinne-koref m. D. Si. Korb aus dicken Weiden, die in weiten Abständen stehen.
LothWB
Schinnel [šìnəl fast allg.; šiəl Ri. Fi. u. s.; šandəl D. Si. ] f. 1. Dachschindel. Zs.
LothWB
Schinnel dach . — 2. Schiene des Chirurgen zum Einrichten eines zerbrochenen Gliedes. — els. 2, 419 Schindel; lux. 373 Schandel.
Lexer
schinnelier s. schinier.
MeckWB
Schinnelierd' f. wie das Vor. , nur hd.: 'die sogenannte Schindelerde fast wie gelber Mergel, aber weit zäher, gnittiger und härter wie dies…
MeckWB
Schinnelwisch f. Wiese mit Schinnel als Untergrund: 'eine Bülten- und eine SchindelWiese sind zu verpachten' N. Strel. Anz. 1826, S. 98 a ; …
Lexer
schinnen stv. BMZ ] s. unter schînen das prät. schân.
Idiotikon
Schinnenhag Band 2, Spalte 1072 Schinnenhag 2,1072
LothWB
schinne n II [šìnə fast allg.; šiə Ri. Fi. Mtsh. ; šenən Bo. D. Si. — Ptc. gəšùn, gəšent, gəšat, gəšu] tr. v. 1. schinden: e Pärd sch. — …
MNWB
1° schinner , m. , Kürschner (Hanserec. III 1, 74); npr. Flensburg ca. 1379 (vgl. Holmberg Handwerkerbez. 90 u. 103; anord. skinnari ) .
MeckWB
Schinneraasknaken m. Schelte für einen unartigen Jungen Schö Gletz .
MeckWB
Schinnerarbeit f. schwere Arbeit Ro; Leihmarbeit is Schinnerarbeit Lu Tech ; Rda. beim Kartenspiel: Gäben is kein Schinnerarbeit Ro Gres .
MeckWB
Schinnerbann' f. Gesindel: Dat (die Gutsbesitzer) is 'ne wohre Schinnerban'n Reut. 7, 38; von schlechten Pferden: ne richtige Schinnerbann' …
MeckWB
Schinnerbarg m. Schinderberg: dei kümmt bald hen nah 'n Schinnerbarg von elendem Vieh Wa GFlot ; Knabenfopperei: Ick wull — Wat denn? — Ick …
MeckWB
Schinnerblaum f. Vogelmiere, stellaria media: Schmidt Gad. 3, 180; Syn. bei Mier 1 (Bd. 4, 1195).
MeckWB
Schinnerdraff m. Schindertrab, von Pferden: Zier. Plaugf. 169.
LothWB
Schinnerei (Schenerei, Schingereï) f. Schinderei, Quälerei.
MeckWB
Schinnerfleisch -ee- n. Fleisch vom Schinder; im Spottlied: Was hat der Schneider für Hochzeitsbraten? — Schinnerfleesch un Ossenknaken Sta …
MeckWB
Schinnerhand f. Schinderhand; in Schinnerhänn' is 't jo ok nich kamen Trost, wenn ein Pferd verkauft worden war Wa Lopp .
LothWB
Schinner-hannes (Schener-hans, Schinger-hansel) allg.
MeckWB
Schinnerhans m. Schelte für einen harten Herrn Ro.
MeckWB
Schinnerhanschen Pl. m. Handschuhe, von denen der Abdecker in Wa Röb jährlich jedem Bauern in Sietow ein Paar liefern mußte, sie waren aus w…
MeckWB
Schinnerhaut -o- m. Schinderhut; im obsz. Vergleich von einem mannstollen Frauenzimmer: dee steiht de Kutt as 'n dreekantigen Schinnerhot St…
MeckWB
Schinnerhütt f. Gebäude, in dem der Abdecker sein Gewerbe ausübt Ha KJes ; übertr. altes, schlechtes Haus Ma Giel .
MeckWB
Schinnerhund m. wie -hans Wa Schwarz .
MeckWB
Schinneri f. Quälerei: 'darumb schOelen se ... alle wokersche schinderye straffen' Gry. Lb. 1, H 3 b ; früher hebben de Preesters Schinneri …
LW
schinnerie, Räuberei.
MeckWB
Schinnerin f. Frau des Schinders; im Volksreim: Denn heit ick jo Fru Schinnerin, Wo männigen Daler klingt dorin Ro Körkw ; Sta Helpt .
MNWB
beschinnen , swv. , berauben, plündern.
Pfeifer_etym
Schinn m., Schinne f. ‘(Kopf)schuppe’ (17. Jh.), heute meist im Plur. Schinnen. Ein ursprünglich nd. Wort, vgl. mnd. schinne f. Zur Herkunft…