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schetten

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MNWB
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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

schetten stv.

Bd. 3-1, Sp. 87
schêten (scheiten), schetten, schiͤten, stv. (3. Sing. präs. schüt [schudt schutt] schü̂tet [scuytet] schêtet; Prät. schôt [schoet]; Part. prät. [ge]schōten [-schaten] -schotten), I. intrans. 1. in jäher Bewegung sein a) von lebenden Wesen: nâ êneme tô sch. auf jem.n zuschießen, losstürzen; b) von []chenSachen: stürzen, fallen, sich plötzlich verlagern, sich senken; (Wasser:) fluten, schnell strömen, stürzen; c) übertr. (vom Blick:) de ôgen hen unde hēr sch.; (vom geistigen Vorgang:) c. D. p. tõ sinne, in dat herte sch. plötzlich einfallen, in den Sinn kommen. 2. (Wachstum:) sprießen, schnell aufkommen, wachsen. 3. in der Verbindung sch. lâten nur Rda.: êneme den tôm sch. lâten jem.m die Zügel schießen lassen. 4. von horizontaler Ausdehnung: sch. an, up stoßen, grenzen an, sch. in, ȫver ineinander übergehen, übergreifen, sich überschneiden. 5. (Steuern, Abgaben) zahlen, entrichten. II. trans. in schnelle, heftige Bewegung versetzen. 1. c. A. p. stoßen, schlagen, sch. ût hinauswerfen; bildl. (Sünder) in den ōven der helle sch.; c. A. r. vorwärtsschleudern, -stoßen, den hals entwê sch. sich das Genick brechen; (vom Licht:) ausstoßen, strâlen sch.; werfen, stoßen kēgel sch.; als Umwandlung einer ursprgl. intrans. Konstruktion? varwe sch. Farbe verlieren, erbleichen. 2. schleudern (bes. von Geschossen), den schacht sch., spez. schießen, häufig abs., meist mit näherer Bestimmung a) des Mittels: mit den pîlen, dēme bolten sch.; b) der Richtung, des Zieles: tô den vîenden in sch., nâ dēme pāpegôien sch., tô verne von dēme mâle sch. das Ziel verfehlen (auch bildl., Ggs.: nêgest sch.); bei trans. Konstruktion a) c. A. der Waffe den pîl, den bolten sch., êne büsse sch. eine Büchse abfeuern; b) mit grammat. Akk. ênen schot sch.; c) vü̂r sch. feuern; d) c. A. p. mit dem Geschoß treffen, erschießen, mit Angabe der Wirkung: ênen dorch den hals (kop) sch., ênen dôt (tô dôde) sch., (Wild) erlegen. 3. beisteuern, zuschießen, vorstrecken, gelt (arbê[i]t) sch. tô; einschieben, zwischenfügen (z. B. ein Kapitel in ein Buch); durch eine Zwischenwand trennen. 4.
2089 Zeichen · 86 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schettenstv.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    schêten (scheiten) , schetten , schiͤten , stv. (3. Sing. präs. schüt [schudt schutt] schü̂tet [scuytet] schêtet; Prät. …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schetten

4 Bildungen · 0 Erstglied · 3 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schetten 2 Komponenten

schet+ten

schetten setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schetten als Zweitglied (3 von 3)

beschetten

KöblerMnd

beschetten , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. beschēten (2)

twēschetten

KöblerMnd

twēschetten , sw. V. nhd. doppelt rechnen, doppelt zahlen, verdoppeln Hw.: s. twēschatten E.: s. twē, schetten L.: Lü 422a (twêschetten)

Ableitungen von schetten (1 von 1)

beschetten

KöblerMnd

beschetten , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. beschēten (2)