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Schellenmoritz
Schellenmoritz Es ist der Schellenmoritz. In der Moritzkirche zu Halle steht das Bild des heiligen Mauritius, ihres Schutzherrn, in Stein gehauen. Es ist im Jahre 1411 von Konrad von Eimbeck gearbeitet und nach der Sitte der Zeit, welche allen vornehmen Personen, den Geistlichen, ja selbst Heiligenbildern Schellen anhing, ist das Gewand des Heiligen mit Schellen besetzt. Das Volk nennt ihn darum den Schellenmoritz und knüpft folgende Sage an ihn: Moritz war der Erbauer der Moritzkirche und so jähzornig, dass er einen Arbeiter, den er nicht arbeiten sah, sofort erschlug. Da es ihn aber später g…