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Schale I

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Schale I

Bd. 7, Sp. 874
Schale I das Wort, ahd. skâla, mhd. schâle, zeigt nur noch in wenigen Fällen (bes. angegeben) die Entwicklung von â > :. –-, vielmehr scheint die nhd. Aussprache übertragen zu sein, zumal der Gegenstand dem städtischen Handel angehört f.: Gefässe. 1.a. šāl, Pl. -lə, Demin. sElχə Kaffeetasse ohne Henkel Nahe, Hunsr, Zell-Trarb [Simm-Laub kafišāl Untertasse; k.ə Pl. Garnitur, u. zwar Ober- u. Untertasse], die Untertasse Plättchen; das nhd. Tass dringt vor; die vor Schal liegende ältere Verb. Kimpche (Kump) »Obertasse« u. Plättche »Untertasse« kommt noch vor; e Sch. Kaffi; for e Sch. K. hott mer immer noch Platz; de Sch.ə sen jo so klän, et geht nore e Maul voll ənen. — Ausser dieser rhfrk. Form kommt noch das Demin. allein in der Bed. »Tasse« vor als šElχə Koch, Kobl (Bassenh -:-, alte Form), May, Aden-Virnebg (-:, alte Form), -ę- SNeuw [Ettschd --]; –E:- u. -- Prüm-Steffeln; Schäl(l)chen on Plättchen. — Ausser in diesen beiden Geb. liegt nur in der Verb. en Schälchen Kaffe auch im Geb. 1 b die Bed. »Tasse« noch vor; et geht nicks üvver en got Sch. K. — b. šElχə, –ēə- Untertasse Wittl, Koch, Bernk, Siegld (hier auch Onnersch.), Altk (hier auch -ę-), Waldbr, Gummb, Sieg, MülhRh, Wermelsk; -:- (alte Form) May-Stdt, Aden-Quiddelb, Neuw-Asb Notschd Kurtschd, Gummb-Bergneustdt Hesselb; -- Ahrw, Rheinb, Bo, Sieg (vielfach), Aach; šləkə Erk-Bellinghv; šltjə Geld-Hörstgen Issum Winnekendonk Kevelaer, Dinsl, Rees; Köppche (Obertasse) on Sch. man schüttet den zu heissen Kaffee aus dem Köppche in et Sch., fasst dieses mit beiden Händen an u. führt es so zum Munde. — c. -ā:-, –ā- Förderkorb, in der Bergmspr. Allg. — d. šElχə Einsatz für Pfeffer Köln-Stdt 1813. — e. š:lχə (alte Form) Wetzsteinbehälter des Mähers May-Ochtendung, Schleid-Dollend. — f. šāl, –ā:- Schmuckschale aus Glas, Kristall, Silber, Verbr. in den Städten, jüngst nach dem Nhd. — g. šęlχə übertr. halbes Anrecht am Spiel Schleid-Dollend. — 2.a. in alter Lautung š:l Waagschale Eup; šǫ·l. Jül; šl Geld, Mörs-Xanten, Klev, Emmerich (sonst das nhd. šā:l, z. B. in Birkf) in Geld, Klev, Emmerich bedeutet šl die ganze Waage, de Kökeschol Haushaltswaage (de Wog ist erst jüngeren Ursprungs). — b. šāl einen Hohlraum enthaltendes Eisenteil, z. B. Gussform, Eisenkämmel, in der Sprache der Hüttenarbeiter Siegld, Altk. — c. kalt š:l (alte Form) (auch als Kompos.) ungekochte Suppe, Wein, Zucker, Birnenkraut u. Fastenbritzeln, die den Arbeiterinnen im Weinberg gereicht wird, wenn se den Huhne (Hahn) gefangen hun, wenn sie mit dem Binden der Reben fertig sind u. mit einem blühenden Schlehenstrauch heimkommen uMos von Bernk an; kā:l šo:l May-Löf; kalt šā:l Gond; kǫ·u.l šō·u.l aus Bier oder Branntwein, mit Rosinen, Korinthen, Lebkuchen versetzt Elbf; kō·u.l šǫ·l. Sol-Ohligs (saure Milch mit Brezel oder Weissbrot u. Zucker); kal šō:lən dass. Burschd; kā:l šo·l. Dür-Stdt; šǫ·l. (Weng-, Milchkascholl) Bergh-Hüchelhv; ka·l. šǫ·l. Kemp-SPeter.
2995 Zeichen · 79 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Schalei

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Schal-ei s. Schal(en)ei ;

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schalei

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von schalei

schal + -ei

schalei leitet sich vom Lemma schal ab mit Suffix -ei.

Zerlegung von schalei 2 Komponenten

scha+lei

schalei setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — schalei kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schalei". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schalei/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „schalei". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schalei/rhwb. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „schalei". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schalei/rhwb.
BibTeX
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