Eintrag · Rheinisches Wb.
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Schaff IV das Wort, urkdl. schaff Aach 1385, Mos 1389, Drachenfels 1396, Köln 1424, Aach 1446, Xanten 1553, Berg 1571, Rating 1598, schafft Saffenbg 1653 (usf.), mnd. schap(e); mndl. schape, schaap, ist nach Wk. VII 17 für 1 in seiner Verbreitg. gezeichnet; südl. dieses Geb. noch in Saarbr, Ottw, Wend, Birkf mit besonderer Bed. 2 a. u. im sndfrk, klevld Geb. mit der Bed. Wandbrett, »Gefach des Schrankes« (s. 2); lautl. an der Saar šaf, šaft, Pl. -ę- m. in Saarl bis Merz-Haustdt, sonst šāf, [Trier-Lorschd šāft] Pl. šEf m. Merz, Saarbg; Trier, Wittl, Bitbg, SPrüm [Bitb-Dudeld --], Prüm-Masthorn, Bernk-Lieser šāf Dat. -ā:-, Pl. -E- m.; sonst Eif: šāf, Pl. šāfər n.; Siegld-Weidenau, Rip šāf, Pl. -fər n. [Aden-Liers Retterath šəf, šaft Pl. -fə n.; Aden-Quiddelb šfχə; Schleid-Oberhsn Reschd Wollenbg, Jül-Linnich šaf]; Berg südl. Benr.-L. šaf u. -ā-, Pl. -fər n. [Wippf-Engeld -a- u. -ā-]; n. Bernr.-L. šāp [Wermelsk šāf; Tente, Sol -a-, Pl. šęfər; Düss-Stdt -ā- u. -a-], Pl. šępər; Eup šāəf, Pl. ša:ər n.; SNfrk, Klevld šāp, Pl. -pər n. Demin. šęfχə, šEfχə(n), šEpχə; im NBerg, SNfrk, Klevld šEpkə: 1. Behälter zum Aufbewahren. Schrank; e Kleder-, Köche-, Keller-, Wand-, Trappen-, Brut-, Melch-, Böcher-, Döcher-, Schokele-, Glaser- (mit Aufsatz mit Glasfenstern); en dännen, Kirschbomssch. Verbr. s. Wk. VII 17. [im südl. Geb. von Schaff »Schrank« drängt sich Schank ein, im Mittelgeb. Schrank u. im sndfrk. Geb. Kas (ks), hier ein grösseres Mischgeb. bildend; doch meist so, dass Schāp den breiten, mit Gefächern versehenen Küchenschrank, Kas den hohen Kleiderschrank bezeichnet, wie auch im oberg. Mischgeb. Schap den Küchenschrank, Kleiderkasten den Kleiderschrank bezeichnet; n. der Ürd.-L. stets Kas(t)]; in der WEif heisst bei eingebautem dreiteiligen Sch. der obere Teil Böffchen, der untere Teil Tak; im Rip heisst beim Küchenschrank der Unterteil Schaf, der obere Teil mit Glasfenstern glase Sch.; in Monsch Sch. hoher Schrank, Kas zweiteiliger Schr., bei dem ein Oberteil auf das Unterteil aufgesetzt ist; Selfk Schap u. Schaf ab u. zu noch gebräuchl. als ausgeprägter Küchenschrank, mehr breit als hoch, mit Innenfächern zum Aufbewahren von Küchengeschirr u. Esswaren (s. 2a); er war nicht mit Farbe gestrichen u. wurde samstags wie der Stubenofen gepottlott, die anderen Schränke heissen Kas; MülhRuhr Schap langgestreckter Schr.; der hohe Schr. Kasten. RA.: Et Sch. kracht dies gilt als Vorbote eines Todesfalls Allg. Leddig Sch. brengt (get) Onverdrag Nahrungssorgen sind der Grund für Unverträglichkeit u. Streit in der Familie Prüm, Rip, Eup; — br. kodde (bösen) Klaf Köln-Stdt; ke Bruət em Sch. mäckt O. MGladb. Wat Sachen un ke Sch.! abschl. Antw. Wittl, Bitb. De hät sech et Brut us dem Sch. verkof seine Ländereien verkauft Sieg. De Sonn schengk (scheint) ken Br. us dem Sch. ist immer gut für das Gedeihen des Getreides Sieg. He es krank am Sch.; et gitt vill zo fäukele (hätscheln), ävver winig ze begrave dort gibt es wenig zu essen Köln-Stdt. Van de Kes (Kiste) bes op et Sch., Motter schnick (schneide) mer en Rämmel (derbes Butterbrot) af! MülhRh.; in dem sinen Sch. lopen sek de Müs de Ben wongd (wund) OBerg. Besser en paar Krömmel (Bröckchen) em Sch. als gar kaj Bruət Altk-Kirchen. Hie kann sich wegen en Kröumelsche Broat en Mus im Sch. dout laupe MülhRuhr; das Kind hat de Maul am (im) Sch. hängken lossen es ist mundfaul Bitb-Fliessem. Nom (nach dem) Sch. klafe (reden) sich in Gunst bei dem Brotherrn setzen Dür. Klapper, kl., Mettag, we hongereg es, de geht nom Sch.! Gesang der Klapperjungen in den Kartagen Schleid-Dollend. Krank töschen (zwiischen) dem Sch. on der Wangk (Wand) ist der Hungerleider Sol. Sei hat der Boəm (Boden) van et Sch. op de Rök einen Höcker Aach-Richterisch. — 2.a.Ottw, Saarbr, Zell-Trarb, in Birkf, Wend šaft (Wend-Baumholder Dörrenb -ę-), Pl. šęfdər n., wo also šaf sonst fehlt, Schrank ohne Türen, offen, mit Regalen oder Haken (für Kleider), oft mit Vorhang; oft auch nur ein Brett (Zapfenbrett), im Gegens. zu Schank-Schr. mit Türen; Herdsch. Gestell am Herde für Töpfe; šap Küchenschrank Zell-Trarb; OAltk (zur Sieg hin), Siegld šaft, Pl. -fdə u. -f-dər n. Regal für Schüsseln, Bücher, Eckschäftche; dann hat schaf n. noch die obd. Bed. »kleinere Bütte«, mittelgrosses Gefäss für Wasser, bes. zum Spülen u. für Fussbäder Saarbr-Sulzb, Altk-Betzd Wissen. — b. šāp, Pl. šāpər u. šāpən n. des Geb. 1 im Nfrk, Klevld, n. Ruhr Brett, Gefach im Küchen-, Brot-, Milchschrank, dann Wandbrett (alt Gesims um den Herdbusen) zum Aufstellen von Küchengeräten meist in der Küche, Wand-, Huckschap (Eck-) auf zwei in die Wand getriebenen Nägeln ruhend; Schottel-, Teller-, Lepels-, Büker-, Melk-, Brot- (Gestell zum Aufbewahren des Brotes); de Sch.ə in de Wenkel Ladengestell mit Brettern; Mantelreck mit Kopfbrett zum Aufstellen von Vasen Allg.; Brett an der Windemaschine, zur Aufnahme der leeren oder gefüllten Röllchen, in der Weberspr. Kref; RA.: Schottel on Sch. die ganze Küche Rees. Me kriegen wat en et Sch. (Essschrank) Besuch Kemp-SPeter. Dat let (liegt) op et önerste Sch. scherzh. auf der Erde Klevld (op et höchste Sch. Klev-Calcar), Mörs, Kemp, Kref; op et ö. Sch. ankomme abgewirtschaftet haben. Hej hät de Schuhn op et Sch. gesatt ist gestorben Rees. Wenn de Katte (Katzen) nit t' Hüs sin, danzen de Müs ower de Sch.ə Mörs, Klev. Wer gähnt: Häsde de Gap no't Bett of no't Sch. hast du Schlaf oder Hunger? Mörs-Binsf. Ör holvert (balgt), dat sommeten (sogleich) de Üləsse (Töpfe) van et Sch. affalle! Kemp-Süchteln. — Schäftchen n. Wandschrank ohne Türe Altk-Hecken (sonst fehlt hier Schāf »Schrank«). — c. Schublade Gummb. (u. Schrank), Lennep, Sol (u. Schrank), Dinsl, abseits Jül-Boslar. Höneschap Schoss am Kopfende des Bettes (veralt.) Mörs-Neuk. — 3. übertr. a. šęfχən Bratschränkchen, Backofen im Herde uSaar, Wittl, Malm-Amel. — b. šāp n. Musikbühne Kemp-Waldniel; Galerie in der Kirche Kref; Schalldeckel des Kirchturmes Grevbr-Wickrathbg.
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Rheinisches Wb.
Schaff IV das Wort, urkdl. schaff Aach 1385, Mos 1389, Drachenfels 1396, Köln 1424, Aach 1446, Xanten 1553, Berg 1571, R…
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Kompositum 4
Wortbildung
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Cotta, M. (2026). „schaffiv". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schaffiv/rhwb
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Cotta, Marcel. „schaffiv". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schaffiv/rhwb. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „schaffiv". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schaffiv/rhwb.
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