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schäbbig

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

schäbbig

Bd. 7, Sp. 821
schäbbig das zu Schabb gehörige Adj. ist in Bed. 2 im Rhfrk u. Mosfrk ganz vereinzelt als -ęb- in Simm-Ebschd Argenth (-E-), Wittl-Meerf, Zell-Rödelhsn, Koch-Kaifenh Laub od. -Ew- Saarbr-Sulzb, Kobl-Stdt bezeugt, geschlossen in grösserem, zusammenhängendem Raum -ęb- RRip, Berg, Ruhr (Mülh -eb-), n. Ruhr, lrhn. Aden, Monsch, Eusk, Rheinb, Bo, Köln, Dür, Jül, Aach, SNfrk u. Klevld [-ęb- u. -Ew- Elbf; -Eb- Heinsb-Lümb; -ęw- Dinsl-Steele; -āb- Mörs-Rumeln; -ęb- u. -øb-, –øp- Aach-Stdt]; vgl. mhd. schebic ‘räudig’, mnd. schewesch ‘erbärml.’ Adj.: 1. räudig Koch-Kaifenh Hambuch Laub Masbg Alflen, May-Nachtsh Gering, Aden, Ahrw-Hain; mit Ausschlag im Gesicht behaftet uWupp 1870. — 2. übertr. a. abgenutzt, abgetragen, von Kleidern; ene šch.ə Anzog; sch. gekled (gekleidet) sen Allg. — b. hässlich, unangenehm für Auge, Gefühl, Geschmack; ene sch.ə Hongk (Hund); sch.ə Priə hässliches Mädchen; sch.ə Blume; sch. Weər (Wetter); sch.ə Strit hässlicher, unangenehmer Streit; dat schmeck ärg sch.; die Blume ruke s.; wat steht dech dat Kled sch.; he hät sech sch. en de Fenger geschniə (geschnitten) LRip, Nfrk; et es sch. kalt sehr, unangenehm k. SNfrk, Geld. RA.: Mer mott sech net ärgere, sös wörd mer sch. (hässlich) MGladb; reg dech net op, sons wiərsch de sch.! Eusk-Langend. Sie es so sch., dat me sek dran verkiken (versehen) kann Elbf. Der es van sch. sen nett Wermelsk. Je sch.ər der Hungk, je mihter (mehr) Flüh Köln-Stdt. Beəter (besser) ne sch.ə Lapp als e sch. Loək (Loch) SNfrk, — as en fin Lock Dinsl-Steele. — c. schmutzig; du häs dech s. gemäckt Kemp, Nfrk, LRip. RA.: We schuən geht werke (arbeite), g. sch. no der Kerke MGladb, Erk. — d. gefährlich; da's hei e sch. Loək, nit dat de drenfells; nit en den Zog (Eisenbahnzug) goəh stoəhn, da's joə so sch. Kemp. — e. et ös mej ganz sch. übel Mörs-Hombg. — f. sch. schwätze langsam, schleppend sprechen Simm-Argenth Ebschd, Zell-Rödelhsn. — g. von Menschen. α. ungepflegt Allg. — β. von minderer Gesinnung, schmutzig, von Charakter, ene šch.ə Kerl (Hongk); dat es sch. van em; he bedrog sech ärg. sch.: auch sch.ə Wöərt zotige Worte Rip, Allg.; sch.ən Trabant Duisb; s.ər Sack (Fuchs) Koch-Laub. — γ. unfreundlich; wat kick de sch.! Kemp.
2245 Zeichen · 82 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    schäbbig

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    schäbbig das zu Schabb gehörige Adj. ist in Bed. 2 im Rhfrk u. Mosfrk ganz vereinzelt als -ęb- in Simm-Ebschd Argenth (-…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schaebbig

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von schaebbig

schabbeln + -ig

schaebbig leitet sich vom Lemma schabbeln ab mit Suffix -ig, mit Umlaut-Wechsel, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von schaebbig 2 Komponenten

scha+ebbig

schaebbig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schaebbig‑ als Erstglied (2 von 2)

Schäbbigkeit

RhWB

schaebbig·keit

Schäbbig-keit NBerg, Ruhr Sg. t. f.: Hässlichkeit. RA.: He es va Sch. nett ungewöhnlich hässlich.