Eintrag · Pfälzisches Wb.
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Saule1, Säule1 f.: 1.a. 'steinerne, hölzerne oder eiserne senkrecht stehende (meist runde) Stütze, Tragpfosten, Tragpfeiler in Gebäuden', z. B. Torsäule, Säule in der Kirche, in einem Saal, Balken, der ein Schuppendach trägt, Gewölbeträger u. ä., Saul (saul) [verbr. NPf, mancherorts NOPf mittl. WPf östl. VPf vereinzelt SWPf, PfId. 120 Buch-Illisch], Sail (sail) [verbr. SPf SOPf mancherorts übrige VPf WPf vereinzelt NPf, Bertram § 140 Müller Dietschw 58 Schneckenburger 32 Krämer Gal 181], Saiel (saiəl) [KB-Albish], Sääl (sEl) [KL-Bann Krickb NW-Hardbg], Saal (sāl) [RO-Dörnb]; Pl. Saule, Saile [mancherorts], Sääleʳ [NW-Hardbg]; beim Nebeneinander von Saul und Sail am gleichen Ort wird um 1930 häufig Saul als veraltet oder als Form der alten Generation angegeben; in HB-Kirrbg LU-Opp wurde um 1930 Saul nur noch von alten Maurern gebraucht; Zs.: Eckstein-, Tor-, Garten- Hasensäule; e hohi (e dicki) S. [Frankth]. Um jeri Saul dort schlängelt sich e' Kranz, / So wie an Gott sich klammert 's frumm Gemit [Schandein Ged. 208]. a. 1507: ire pferd an die seulen der gemein hauß binden [PfWeist. 550 (LA-Frankw)]. a. 1514: vor funffzig quodern vnder die sulen in der schuwern [GgHospR 27]. a. 1541: Item 1 gulden 2 d Hannes von Winterum fur ein eiche sewl [GgHospR]. a. 1538: zw befridung sollichs gartens zw eynem gedull (s. Getülle) darfur zw machen seul vnnd bort geben [StArch. Speyer Fasz. 10 fol. 2622. a. 1717]: Item ob ein gemeindsmann bauholz noth hat, der soll es an den burgermeister fordern, der soll ihm drey holtzer und eine hohe seyle, ob er deren bedorrffte, auß der gemeinen wald geben [PfWeist. 2 (KU-Adb)]. — b. 'Gerichtssäule, Zeichen der Gerichtsbarkeit, an der Rechtshändel, Versteigerungen u. ä. eine Zeitlang angehängt werden'; vgl. Säulenrecht, Steil. a. 1354: wer die seul haben will (seine Rechtsangelegenheit an der Säule anhängen will), der soll am andern tag komen mit guter zeit zu dem schultissen, uf das er sein scheffen und seule bestellen möge [Grimm Weist. V 689 (ZW-Hornb)]. a. 1354: ob ein man der seulen recht begert, hat der schultisz 2 β von der seulen, und dem gericht ein sup [Grimm Weist. V 1354 (ZW-Hornb)]. a. 1550 u. 1554: so soll der schultheiß mit schöffen vndt gericht zur seylen faren vndt soll die pfandt verkauffen, wie recht weist [PfWeist. 59 (HB-Alth)]. a. 1557: so sol das gericht den phant ahn der sulen verkauffen vnd verwenden [PfWeist. 121 (IB-Bierb)]. — 2.a. 'hinteres Verbindungsholz zwischen oberem und unterem Pflugbalken', Saul [SPf (Klein Wag. 117)], das hier angegebene Gen. n. scheint fraglich; Zs.: Hintersäule. — b. 'vorderes Verbindungsholz zwischen Grindel und Pflugskopf', Saul [SPf (Klein Wag. 118)]; Zs.: Vorder-, Furchsäule. — c. 'runder Tischfuß', Saul [KB-Dannfs]. — d. vgl. Wirbelsäule. — Mhd. sûl, siule 'Säule' ( Lexer II 1292/93). — Südhess. V 111/12; Rhein. VII 810; Lothr. 512 Sul; Els. II 352 Sule.
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DialektSäule1f.
Pfälzisches Wb.
Saule 1 , Säule 1 f. : 1. a. 'steinerne, hölzerne oder eiserne senkrecht stehende (meist runde) Stütze, Tragpfosten, Tra…
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Cotta, M. (2026). „saeule1". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/saeule1/pfwb?formid=S01044
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Cotta, Marcel. „saeule1". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/saeule1/pfwb?formid=S01044. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „saeule1". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/saeule1/pfwb?formid=S01044.
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