Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
sachela
Gl 3,397,36 in: sachela zizinel narua (Hildeg., Berl. Lat. 4° 674, 13. Jh.) ist aufgrund der nicht sicher deutbaren Bezugswörter unklar; während narua nach Steinm., Anm. z. St. lat. ist, deutet es W. Grimm, ZfdA. 6,321 u. 326 Anm. 46 als dt. Wort in der Bed. ‘fibulatura’ (‘Gürtelschnalle’), vgl. auch Gärtner-Embach, in: CCCM 226A,308,489 z. St.; im Ahd. Wb. s. v. nar(a)uua ‘Narbe; Schlaufe, Henkel’ u. nar(a)uuo ‘Schnalle?’ ist narua als lat. nicht aufgenommen; die Gl. steht zwischen Bez. für Beinbekleidungen nach ebenfalls unklarem beinnich iaschua ‘eine Beinbekleidung?’ (vgl. Ahd. Wb. 1,850) und vor bruochgurdel fuziz bracile ‘Hosengürtel’ (vgl. a. a. O. Sp. 1453); aufgrund der Glossenumgebung ist vielleicht von einem Hapaxlegomenon seckila ‘(am Gürtel getragener) kleiner Beutel (?)’ auszugehen (unter Einfluß von mfrz. sachel ‘kleiner Sack’ (vgl. FEW 11,23)?); oder ist an eine Verschr. von sockel mhd. st. m. ‘leichter Schuh, Socke’ (vgl. Ahd. Gl.-Wb. S. 568) zu denken (?); dagegen spricht jedoch neben der Form (nom. pl.?), daß geminiertes k in der Hs. in der Regel als chk oder chg wiedergegeben wird (nur einmal auch als -ch- in acherman Gl 3,395,68).