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Rostock

GWB bis sprichw. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
5 in 5 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Rostock Adj.

Bd. 5, Sp. 996
Wossidia Rostock Rostock, ursprünglich die slaw. Benennung der Stelle der Warnow, wo sie sich verbreitert: roz auseinander, tok m. Fluß; danach dann der dort gelegene Ort; der Name Rostock taucht zuerst 1160 bei Saxo Gramm. hist. Dan. lib. XIV p. 763 Müller auf; (1171) 'Rozstoc' Helmold chron. Slav. cap. 110; (1243) 'Rozstoch' UB. 1, 527; dieser Auslaut später in 'urbs Rostochium' und im Adj. 'Rostochiensis' üblich; der Schwund der Mittelsilbe ist seit dem Anfang des 16. Jh. belegt: 'Rostke' (1523) Wiechm.-Hofm. 1, 80; (1558) Beitr. Rost. 3, 2, 24; Rostcke (1742) Kohf. Hg. 30, 2; im 18. Jh. tritt die Kurzform 'Rost' zum Vorschein, in der Regel mit dem Artikel: 'up dei Hoge Schaul taum Rost' (1711) Kohf. Hg. 8, 1; 'na den Rost' 8, 2; 'nam groten Rost' (1734) 23, 2; 'tohm Rost' 23, 3; Mantz. scheidet drei Wortformen nach den gesellschaftlichen Schichten der Sprecher: 'prima classis ... dicit conformiter Rostock, inferior Rosteck, infima Rost' (1757) Idiot. 10 (Ruh. 10, 18); gegenwärtig ist nur die Form Rostock im Gebrauch, eine ältere Aussprache rǫštǫk ist verdrängt; der Volkswitz hat die Übersetzung Pirknüppel geschaffen, die belächelt wird. In Kinderreimen des Landes als Ziel einer Fahrt, eines Rittes: dor kann ick up nah Rostock riden auf einem alten Messer, einer stumpfen Sense MaMalchin@GielowGiel; Gü; in Neckreimen: wi willn beid' nah Rostock jagen PaParchim@SiggelkowSigg; im Abzählreim: kem 'n Mann von Rostock, güng' nah Engelland StaStargard@MirowMir; ein von seiner Großmutter zum Zaubern angelernter Junge ist nach Rostock geschickt worden, hett ümlihren müßt (1913) GüGüstrow@BellinBell; in der Marienkirche zu Ro hängt die Dame, die ewig leben wollte (1923) RoRostock@GresenhorstGres; in der Kinderzucht: sall ick di mal Rostock wisen? dabei wird das Kind an den Ohren hochgezogen (1885) GüGüstrow@GülzowGülz; einem bloßliegenden kleinen Mädchen wird zugerufen: ganz Rostock is to sehn RoRostock@LangsdorfLangsd. Ein Ollendeilerkaten in LuLudwigslust@TewswoosTewsW, 1914 abgebrochen, trug den Namen Rostock, daneben gab es ein Haus Wismer; ein lütt Holt bei Klütz hieß de Rostock m.; Rostock eine Schlucht Schö@ Oberhof Neum. 145.
2042 Zeichen · 35 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Rostock

    Goethe-Wörterbuch

    Rostock überwiegend in rein identifizierenden, hier nicht gebuchten Belegen überliefert metonym: für die Bürgerschaft de…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Rostock

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Rostock , mecklenb.-schwerinsche Stadt an der schiffbaren Warnow, 2 Ml. von deren Mündung, hat 25000 E., treibt mit unge…

  3. modern
    Dialekt
    RostockAdj.

    Mecklenburgisches Wb.

    Rostock Rostock, ursprünglich die slaw. Benennung der Stelle der Warnow, wo sie sich verbreitert: roz auseinander, tok m…

  4. Sprichwörter
    Rostock

    Wander (Sprichwörter)

    Rostock Dat sünd dei rostocker Kennewarden: säben Linden up den Rosengarden, säben Klacken, so da däglich schlan, säben …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rostock

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von rostock 2 Komponenten

ros+tock

rostock setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

rostock‑ als Erstglied (2 von 2)

Rostocker

Campe

rost·ocker

Der Rostocker , — s, Mz . gl. 1) Eine in Rostock geborne, von daher gebürtige Person. 2) Eine Sorte Äpfel, die man auch Stettiner nennt; Ros…

rostocksch

MeckWB

rostock·sch

rostocksch rostockisch: 'Rostogksche gestreckene schepel' (um 1596) Beitr. Rost. 4, 2, 54; 'mit einem Rostogkschen gewrogtem rogkenschepel g…