Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
rîstastal as. st. n. oder m.
oder ? restastal as. st. n. oder m.; zum Erstglied vgl. s. v. rîsta bzw. das daraus entlehnte mlat. resta, rista, vgl. Niermeyer, Lex.2 S. 1195, DWb. VIII,751, oder lat. restis, vgl. dazu FEW 10,323 mit Anm. 7; zum Zweitglied vgl. mnd. stāl n., stāl(e) m., mnl. stael m. n.; anders As. Hwb. S. 312 mit dem Ansatz restistall ‘Ruhestätte’.
resti-stal: nom. sg. Gl 4,204,42/43 (vgl. Gl 5,107,16; sem. Trev.); zu -e- für î im Mnd. vgl. Lasch, Mnd. Gr. § 101,5; zum Bindevokal -i- bei einem sw. Fem. als Erstglied vgl. kelisuht Gl 4,209,13 in ders. Hs.
leinenes Gewebestück, Zeugmuster (?): linostima petithi (dies interlinear übergeschr., s. pheitidi st. n. ‘Hemd’) sarcile quod dicitur restistal (vgl. Gl 5,107,16 u. Katara S. 145); zu linostima ‘halbleinenes Kleidungsstück’ vgl. Müller, in: Thema Kleidung S. 196 f., zu sarcile vgl. Niermeyer, Lex.2 S. 1224 s. v. saricilis ‘Tuch aus Leinen oder Wolle’; Splett, Ahd. Wb. I,2,744 u. Gl.-Wortsch. 7,393 geben die Bed. ‘Ruhestätte’ an.
Vgl. Suolahti, in: Festschr. Ehrismann S. 36.]