Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
rîlicheit stf.
1. reichthum, macht. ô mîn lieben herre Jêsu Kriste, ô fürste unmêʒiger rîlicheit, ein zimmerman aller der welte myst. 263,3. und so vil kosten dran geleit mit grôsser gezierd und rylicheit, das es der siben wunder eins ist narrensch. 85,104. —
2. freigebigkeit. die viert tugent ist reilicheit, wenn nit bescheidenheit dâ gebraucht wirt, sô wirt man zu vil gibig, alsô das man gibt, dô man nit geben solt, den buben und spilliuten, bei Scherz 2,1288. seit er von dêmuot, sô sol er nicht hoffärtig sein, seit er von rylicheit, sô sol er nit geitig sein ebenda. es ist sein gewalt, weisheit, gutheit, miltikeit oder reilicheit ebenda.