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Reinhard

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Reinhard

Bd. 16, Sp. 759
Reinhard, 1) Franz Volkmar, prot. Theolog und Kanzelredner, geb. 12. März 1753 zu Vohenstrauß im ehemaligen Fürstentum Sulzbach, gest. 6. Sept. 1812 in Dresden, ward 1778 in Wittenberg Adjunkt der philosophischen Fakultät, 1780 außerordentlicher Professor der Philosophie und 1782 ordentlicher Professor der Theologie, 1784 Propst an der Universitätskirche, 1792 als Oberhofprediger, Kirchenrat und Oberkonsistorialassessor nach Dresden berufen. In philosophischer Beziehung ist er vom Eklektizismus und Skeptizismus zum Supernaturalismus übergegangen. Mehr noch der frühern Periode gehören die beiden ersten Bände seines »Systems der christlichen Moral« (Wittenb. 1788–1815, 5 Bde.; wiederholt aufgelegt) an, der spätern seine epochemachende Wirksamkeit als Kanzelredner in Dresden. Seine Predigten (Sulzb. 1793–1813, 35 Bde.; Supplemente von Keuzelmann, Meiß. 1825, und Haas, Leipz. 1833) haben die Theorie und Praxis der deutschen Kanzelberedsamkeit auf lange Zeit hinaus bestimmt. Die Reinhards-Stiftung in Dresden stellt jährlich homiletische Preisaufgaben. Vgl. Pölitz, R. nach seinem Leben und Wirken dargestellt (Leipz. 1813–1815, 2 Bde.). 2) Karl Friedrich, Graf von, franz. Diplomat, geb. 2. Okt. 1761 zu Schorndorf in Württemberg, gest. 25. Dez. 1837 in Paris, studierte in Tübingen Theologie, wurde Vikar in Balingen und 1787 Erzieher in einem Handelshaus zu Bordeaux. Begeisterter Anhänger der Revolution, trat er zu den Girondisten in Beziehung und wurde von Dumouriez 1792 als erster Gesandtschaftssekretär nach London, 1793 nach Neapel geschickt. Unter der Schreckensherrschaft bekleidete er die Stelle eines Divisionschefs im Ministerium des Auswärtigen und verwaltete seit 1795 verschiedene Gesandtschaften, auch 1799 über zwei Monate lang das Ministerium des Auswärtigen, bis er als französischer Generalkonsul und Resident in Jassy beim Einmarsch der Russen 1806 mit seiner Familie verhaftet, auf des Kaisers Befehl aber wieder freigegeben wurde. Napoleon I. ernannte ihn 1808 zum Gesandten am westfälischen Hofe in Kassel und zum Grafen; er regierte hier weit mehr als Jérôme selber das Königreich Westfalen. Nach der zweiten Restauration wurde er Gesandter beim deutschen Bundestag in Frankfurt a. M. bis 1829. Nach der Julirevolution bis 1832 wieder Gesandter am sächsischen Hof, wurde er 1832 zum Pair ernannt. Er war seit 1795 Mitglied des Instituts. Obwohl politisch Frankreich zugetan, blieb R. im Herzen stets ein Deutscher. Sein »Briefwechsel mit Goethe« erschien Stuttgart 1850. Vgl. W. Lang, Graf R. (Bamb. 1896); Jansen, Nordwestdeutsche Studien (Berl. 1904).
2597 Zeichen · 48 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Reinhard

    Adelung (1793–1801) · +1 Parallelbeleg

    Reinhard , ein männlicher eigenthümlicher Nahme, S. Adelung Reineke 1.

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Reinhard

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Reinhard , Franz Volkmar, protest. Theolog und namentlich als Kanzelredner berühmt, geb. 1753 zu Vohenstrauß in Franken,…

  3. modern
    Dialekt
    Reinhard

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Rein-hard reinat Jül-Stdt , Köln-Stdt Elbf ; Kurzf. rein Jül , Köln-Stdt Sol ; reints Mettm-Cronenbg ; reinər Jül , Köln…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit reinhard

7 Bildungen · 7 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von reinhard 2 Komponenten

rein+hard

reinhard setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

reinhard‑ als Erstglied (7 von 7)

Reinhard, Joh. Paul

DWBQVZ

--- vollständige geschichte des königreichs Cypern. neue unveränderte aufl. Erlangen 1799. II u. 2 beilagen. ---

Reinhard, Joh. Phil

DWBQVZ

--- wohlgegründer ( ! ) gegenbericht mit ahngeheffter warhaffter information auff den vor der zeit durch die bischöffliche würtzburgische rä…

Reinhardsbrunn

Meyers

reinhard·s·brunn

Reinhardsbrunn , herzogl. Schloß bei Friedrichroda im Herzogtum Gotha, an der Staatsbahnlinie Fröttstedt-Georgenthal, mit herrlichen Parkanl…

Reinhardswald

Meyers

reinhard·s·wald

Reinhardswald , reichbewaldeter Bergrücken im Kreis Hofgeismar des preuß. Regbez. Kassel, zwischen Weser und Diemel, aus Buntsandstein beste…