Wossidia
Rechtdag Rechts-
m. Gerichtstag; a. Spr. einen Rechtdag leggen Gerichtstag festsetzen: 'wi (der Herzog) ... willen em (dem Rechtsuchenden) gherne rechdaghe legghen und rechtes helpen' (1359?) UB. 14, 391; 'den rechtdach lede wy (ein fürstlicher Hofrichter) den beyden delen thů Stargarde vor uns' (1353) 13, 389; jemandem Rechtdage leggen ihn um etwas verklagen: 'wi ... hebben dat beseten twintich iar ..., unde uns ni rechtdaghe darumme gheleged en worden' (1350) 10, 424; den Rechtdag entbeiden entbieten, ansagen: 'schlle wy (der Fürst) en (den Klägern) den rechtdach dre daghe tovøren enbeden' (1385) 20, 335; 'des wilkorden rechtdages' am festgesetzten Gerichtstag in Wi (1427) Jb. 55, 131; 'so mach de beclagede en beradt neten bet to deme negesten rechtedage' (15. Jahrh.) Beitr. Rost. 3, 4, 66; 'in dem ersten Rechtdage schal de Brüdegam kamen vor den Radt Unser Stadt Bützow' (1508) Bär. Ges. 4, 1, 7; 'up den Rechtsdach, so wy jüngest uppen Mandach nha Nativitatis marie, negist vorschenen, uthgeschreven' (1525) 1,1, 202; Zahl und Ort der fürstlichen Rechtstage wechseln: der Fürst möge 'den gewöhnlichen Gebrauch hierin halten, daß zu 2 Jahrszeiten Rechtstage ausgeschrieben und an den gewöhnlichen 2 Orten Wismar und Güstrow gehalten würden' (1555) Spald. Land. 1, 9; 'von wegen der Rechtstage, der jährlich vier von beyden Regierenden Landesfürsten, zwene Johannis und Michaelis zu Schwerin, zwene Umschlag und Ostern zu Güstrow angeordnet waren' (1567) Hed. J 2
b; 'von den Quartal-Rechtstägen' (1755) Bär. Gr.-Ges. 1, 973; 'so wollen Wir in Unserm Land- und Hofgericht acht Rechtstage ... halten lassen ..., die vier ordinaire Rechtstage ...: Montags nach Trium Regum, Montags nach Quasimodogeniti, Montags nach Visitationis Mariae, Montags nach Michaelis. Und dann die vier extraordinairen Rechtstage: Montags nach Invocavit, Montags nach Trinitatis, Montags nach Bartholomaei, Montags nach Martini' (1622) Ges. 2, 1, 789; vier städtische Rechtstage
s. Kopslaggmandag (
Bd. 4, 571).