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rechanunga

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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

rechanunga

rechantlîhAWB adj., Gl. 2,192,16 (wohl An-
fang des 9. Jh.s, bair.): ‚rächend, strafend; ultrix‘.
Ableitung vom Part.Präs. des st.v. IV rechan
(vgl. Schmid 1998: 340. 591). S. rechan¹, -lîh. –
rechanungaAWB f. ō-St., in NBo: ‚Ordnung, Anord-
nung; dispositio‘, gotes rechanunga ‚göttli-
che Vorsehung; disponens providentia‘ (mhd.
rechenunge, rechnunge st.f. ‚Rechnung, Be-
rechnung, Abrechnung, Rechenschaft‘, die
rechenunge sitzen ‚die Steuerveranschlagung
abhalten‘, nhd. Rechnung f. ‚Berechnung,
schriftliche Aufstellung über verkaufte Waren
oder Dienstleistungen mit Angabe des Preises,
Überlegung‘, in zahlreichen Wendungen wie
jmds. Rechnung geht [nicht] auf ‚jmds. Überle-
gung führt [nicht] zum erhofften Erfolg‘, auf ei-
gene Rechnung ‚auf eigenes Risiko‘; mndd.
rēkeninge f. ‚Berechnung, Rechenverfahren,
Rechenschaft, Rechnung‘; mndl. rēkeninge,
rēkenunge f. ‚Abrechnung, Berechnung,
Rechnung‘; afries. rekeninge f. ‚Rechnung‘).
Verbalabstraktum mit dem Fortsetzer des
Suff. urgerm. *-unǥō- (s. -inga). S. rechanôn. –
rechanungîAWB f. īn-St., Gl. 4,169,62 (12. Jh.):
‚Ordnung, Anordnung; dispensatio‘. S. recha-
nunga. – recharaAWB f. ōn-St., Gl. 2,172,51 (Hs.
Anfang des 9. Jh.s, Zeit des Gl.eintrags unbe-
kannt, bair.) und Gl. in Salzburg, St. Peter a
VIII 5 (Ende des 9. Jh.s, bair.): ‚Rächerin, Stra-
fende; ultrix‘ (vgl. mndl. wrakerse f. ‚Räche-
rin‘). Fem. Motionsbildung. S. rechari¹. –
rechari¹AWB m. ja-St., im Abr (1,267,41 [Kb, Ra].
268,2 [Kb]) und weiteren Gl., in B, GB, NBo,
Nps und GeR: ‚Rächer, Strafender, Vollstre-
cker; exsecutor, ulciscens, ultor, vindex‘,
rechari wesan ‚strafen, rächen; vindicare‘,
rechari wesan wellen ‚Rächer sein wollen; zelo
rectitudinis contra aliquid accendi‘ (mhd.
rëchære st.m. ‚Rächer‘, nhd. Rächer m. ‚jmd.,
der an jmdm. Rache nimmt‘; mndd. wrēker m.
‚Rächer‘; frühmndl. wrekere m. ‚Rächer‘ [a.
1240], mndl. wreker[e], wraker m. ‚dss.‘; vgl.
ae. wrekend m. ‚dss.‘). Nomen agentis mit dem
Fortsetzer des Lehnsuff. urgerm. *-ari̯a-. S.
rechan¹, -ari. – rechari²AWB m. ja-St., Gl. 1,356,13
(10. Jh., alem.): ‚Feuerschaufel, Schürhaken;
vatillum‘ (mhd. rëcher st.m.rastrator‘, nhd.
mdartl. bad. recher m. ‚Gerät zum Rechen‘,
übertr. ‚magere Frau‘ [Ochs, Bad. Wb. 4, 222],
ablautend schlesw.-holst. raker m. ‚harkenähn-
liches Eisengerät mit langem Stiel, um das
Feuer im Backofen auseinander zu schieben
oder die glühenden Kohlen herauszuholen‘
[Mensing, Schlesw.-Holst. Wb. 4, 34]; vgl.
schweiz. rëcher m. ‚jmd., der recht‘ [Schweiz.
Id. 6, 113
], schwäb. recher m. ‚jmd., der mit
dem Rechen arbeitet‘ [Fischer, Schwäb. Wb. 5,
204], vorarlb. recher m. ‚jmd., der hinter dem
Heufuder mit dem Rechen arbeitet‘ [Jutz, Vor-
arlberg. Wb. 2, 677], schles. recher m. ‚der
Mann, der harkt‘ [Mitzka, Schles. Wb. 2, 1097]).
Nomen actionis mit dem Fortsetzer des Lehn-
suff. urgerm. *-ari̯a-. S. rechan², -ari. – Ahd. Wb.
7, 787 f.
; Splett, Ahd. Wb. 1, 734. 735; eKöbler,
Ahd. Wb. s. vv. rehhantlīh, rehhanunga, reh-
hanungī, rehhāra, rehhāri¹, rehhāri²; Schützei-
chel⁷ 256; Starck-Wells 477; Schützeichel,
Glossenwortschatz 7, 360 f.
3203 Zeichen · 154 Sätze

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    rechanunga

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

    rechantlîhAWB adj., Gl. 2,192,16 (wohl An- fang des 9. Jh.s, bair.): ‚rächend, strafend; ultrix‘. Ableitung vom Part.Prä…

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