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Raupach

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Raupach

Bd. 16, Sp. 637
Raupach, Ernst Benjamin Salomo, dramat. Dichter, geb. 21. Mai 1784 in Straupitz bei Liegnitz, gest. 18. März 1852 in Berlin, studierte Theologie in Halle, kam als Hauslehrer nach Petersburg und wurde 1816 mit dem Titel Hofrat als Ordinarius der philosophischen Fakultät an der dortigen Universität angestellt, womit er 1817 das Lehrfach der deutschen Literatur und der Geschichte verband. 1822 kehrte er nach Deutschland zurück und ließ sich nach einer italienischen Reise (über die er unter dem Pseudonym Hirsemenzel »Briefe« veröffentlichte. demselben Pseudonym, das nachmals Immermann in seinem »Münchhausen« aufgriff, um R. zu parodieren) 1824 in Berlin nieder, wo er sich ausschließlich dramatischen Arbeiten widmete. Raupachs dramatische Produktion bezeichnete den Übergang aus der Kunst zur Routine. In seinen frühesten Versuchen lehnte er sich an Schiller an; einige der ersten zur Ausführung gebrachten Tragödien (»Die Erdennacht«, »Isidor und Olga«, »Die Fürsten Chawansky«) entbehrten nicht kräftiger Züge und wirklicher Stimmung. Mit dem wachsenden Erfolg seiner Dramen aber trat die ursprüngliche Leerheit und Trivialität seiner Natur stets stärker hervor. Auf seine technische Virtuosität und seinen gewandten Versbau vertrauend, ging er jeder Vertiefung aus dem Weg und begnügte sich mit der hergebrachten Charakteristik und rhetorischen Gemeinplätzen. Seine Produktivität war dabei erstaunlich. Der große Zyklus: »Die Hohenstaufen«, eine von Barbarossa bis zu Konradin reichende Tragödienreihe, andre historische Dramen (z. B. »Die Royalisten«, »Cromwells Ende«, »Mirabeau«, »Timoleon«), Volks- und Rührdramen (»Der Müller und sein Kind«), Nachahmungen Lessings, Schillers, selbst der spanischen Dramatiker überschwemmten in rascher Folge die Berliner und von ihr aus die übrigen deutschen Bühnen. Auch im Lustspiel, das er von dem Konversationsstück an bis zur faden Posse und bloßen Straßenanekdote herab bearbeitete, ist R. mit Glück als geschickter Theatermann tätig gewesen. Es fehlte ihm nicht an trefflichem, wenn auch etwas trocknem Witz, an Laune und ergötzlicher Situationskomik. Auch ist die Charakteristik in seinen bessern Lustspielen (»Der Zeitgeist«, »Die Schleichhändler«, »Der versiegelte Bürgermeister« etc.), wenn auch nicht selten übertrieben, doch wirksam und ergötzlich. Seine Dramen erschienen gesammelt in zwei Abteilungen: »Dramatische Werke komischer Gattung« (Hamb. 1829 bis 1835, 4 Bde.) und »Dramatische Werke ernster Gattung« (das. 1830–43, 16 Bde.). Vgl. Pauline Raupach, R., eine biographische Skizze (Berl. 1853).
2565 Zeichen · 31 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Raupach

    Goethe-Wörterbuch

    *Raupach vorwiegend in rein identifizierender, hier nicht gebuchter Namensnennung EBSRaupachs (1784-1852) pejor-appellat…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Raupach

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Raupach , Ernst Benj. Salomon, ein fruchtbarer dramatischer Dichter, geb. 1784 zu Straupitz in der Lausitz, studierte pr…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit raupach

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von raupach 2 Komponenten

raup+ach

raupach setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

raupach‑ als Erstglied (1 von 1)

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Cotta, M. (2026). „raupach". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/raupach/meyers
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Cotta, Marcel. „raupach". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/raupach/meyers. Abgerufen 17. May 2026.
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Cotta, Marcel. „raupach". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/raupach/meyers.
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